Schatten versetzen Menschen in Traumwelt

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Tänzer und Akrobaten performen im Haus der Stadt Menschen, Tiere, Pflanzen und erzählten kleine Geschichten. Foto: Elberfeld

Düren. Die Kulissen auf der Bühne im Dürener Haus der Stadt sind recht einfach. Eine große Leinwand im Vordergrund, die von hinten mit starken Scheinwerfern bestrahlt wird. Videotechnik zaubert immer wieder neue Hintergründe. Zwischen Leinwand und Licht agieren Tänzerinnen und Tänzer und Akrobaten. Das Team von „Catapult Entertainment“ aus den USA performt die „Amazing Shadows.

Sehr ungewöhnlich ist an diesem Abend der rasch aufeinander folgende Szenenapplaus. Die Akteure auf der Bühne haben ihn sich redlich verdient, denn was sie tänzerisch und akrobatisch auf die Leinwand schmeißen, ist Ungewöhnliches, ist von einer Extraklasse, die Jung und Alt genießen können. Getragen von einer sanften Musik von der Klassik bis zum Pop sehen die Menschen Pflanzen wachsen.

Aus den Pflanzen entwickelt sich Gegenständliches, Tierisches oder auch Menschliches. Die Schatten gaukeln Meeresstrände oder Wüstenbilder mit großen und kleinen Kakteen, großen und kleinen Dromedaren vor. Mensch und Tier leben miteinander, treten in Interaktion.

Spannungsgeladene Balladen

Das Reaktionsvermögen der zuschauenden Augen sollte intakt sein, denn die Bilder wechseln oft im Sekundentakt. Aus kleinen Tieren entwickeln sich blitzschnell große. Sie wirken immer größer, teilweise sogar bedrohlich. Da sind gefühlvolle Poesie und spannungsgeladene Balladen zu vernehmen.

Gelingt es dem Gast abzuschalten, seine Realität außen vor zu lassen, kann sich eine meditative Stimmung entwickeln.

In der Pause beschrieben die Zuschauer ihre Eindrücke mit „fantastisch“, „unglaublich“ und „faszinierend“. Szenen erzählen vom Duell der Westmänner mit ihren tödlichen Colts. Prügeleien und dramatische Verfolgungsbilder bringen Leben auf die Leinwand. Affen und Löwen lassen mit ihrem Gebrüll das Publikum gruseln. Sogar den Fall der Berliner Mauer 1989 haben die Autoren zum Thema gemacht.

Die Szenen sind kurz, vielleicht zu kurz, um im Bewusstsein hängenzubleiben. Vielleicht gibt es irgendwann einmal längere Erzählungen, die den einen oder anderen Zuschauer noch mehr und länger fesseln.

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