Schafherde schafft ökologisch wertvolles Grünland

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600 Tiere umfasst die Herde von Peter Hilberath aus Merzenich. Der Schäfer will seinen Betrieb mit Tieren der Rasse Bentheimer Landschaften auf eine ökologische Landbewirtschaftung umstellen.

Kreis Düren. Himmel und Landschaft sind auf der Dreiborner Hochfläche Ton in Ton. Helle Punkte in der Ferne entpuppen sich beim Näherkommen als Schafe. Kommt man noch näher, erkennt man wuchtige Schafe – manche mit schwarzem Kopf– und kleinere Schafe mit schwarzen Flecken im schmalen Gesicht. Hinter der Herde steht Schafhalter Peter Hilberath auf seinen Stock gestützt und ist auf die kleineren besonders stolz.

Denn mit diesen Bentheimer Landschafen, einer vom Aussterben bedrohten alten Haustierrasse, will der Schäfer aus Merzenich seinen Betrieb auf eine ökologische Landbewirtschaftung nach EU-Vorgaben umstellen.

Peter Hilberath pflegt mit seiner Herde seit fast 40 Jahren die Grünlandflächen auf der Dreiborner Hochfläche. Um die 800 Tiere umfasst seine Herde.

Die Beweidung des Nationalparkgrünlandes von April bis in den frühen Winter hinein dient der Entwicklung von ökologisch wertvollem, nährstoffarmem, aber artenreichem Grünland. Gleichzeitig sollen auch angrenzende Ginsterheiden mit ihrem abwechslungsreichen Mosaik aus Sträuchern und Grasflächen sowie attraktive Fernblicke für Nationalparkbesucher erhalten bleiben.

Die Hälfte des Graslandes wird bis 2015 schrittweise aus der Pflege genommen. Diese Flächen werden sich wieder bewalden. Das Ziel der Nationalparkverwaltung und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist es, 600 Hektar auf der Hochfläche dauerhaft durch Wiesenmahd und Schafbeweidung zu sichern und weiterzuentwickeln. Dabei ist Peter Hilberaths Arbeit ein wesentlicher Stützpfeiler.

Von der Umstellung auf einen zertifizierten „Bio-Betrieb“ erhofft sich der Schäfer auch eine bessere Vermarktung seiner Tiere mit dem Bio-Label. Vorerst strebt Hilberath das EU-Zertifikat an. Das heißt nicht nur Verzicht auf Pestizide, synthetischen Dünger – die in einem Nationalpark sowieso tabu sind – und auf vorbeugende Medizin. Die Umstellung ist zunächst mit hohen Kosten verbunden, die Hilberath alleine, ohne die Hilfe durch Fördergelder nicht stemmen könnte. 70 Prozent finanzielle Förderung erhält er für die Zeit der zweijährigen Umstellung.

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