Schachverein veranstaltet Blitz-Turnier an 115 Brettern

Von: Hendrick Buch
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Grübelnde Köpfe an den Schahbrettern: Florian Wulff (2.v.r.) brütet am Tisch der U20-Spieler über seinen nächsten Zug. Foto: Hendrick Buch

Lendersdorf. Zwischen den Spielrunden herrscht reges Treiben. Die 226 jugendlichen Schachspieler und ihre Eltern füllen die Rurtalhalle mit Leben. Mit den entscheidenden Zügen wird gehadert oder sie werden gefeiert. Allmählich begeben sich die Nachwuchsspieler dann wieder an die rund 115 Tische und mit dem Start der neuen Runde verstummt der Saal.

Die große Horde junger Menschen ist plötzlich ruhig und konzentriert. Das Tickern der Schachuhren ist es jetzt, was den Geräuschpegel bestimmt. Aus ganz Nordrhein-Westfalen sowie aus Belgien und den Niederlanden haben sich am Samstag wieder junge Schachbegeisterte in der Rurtalhalle getroffen, um auf Einladung des Lendersdorfer Schachvereins (LSV) am Rurtalpokal 2017 teilzunehmen. Der Jugendwettstreit des LSV ist einer der größten in NRW und Teil der beliebten „Grand-Prix“-Serie.

„Immer 100 Prozent fokussiert zu sein und die Ruhe zu bewahren“, sagt der 18 Jährige Florian Wulff, „genau das macht das Schachspiel aus.“ In der Klasse U20 spielt er mit den ältesten Spielern im Jugendbereich zusammen. Der jüngste Teilnehmer hier ist hingegen der gerade sechsjährige Julian Strauch aus Bad Godesberg. „Mir geht es beim Schachspielen nicht nur um den Sieg“, gibt sich Wulff bescheiden. Es gehe ihm viel mehr um den Spaß am Spiel und auch um die Gemeinschaft unter den Spielern. „Wenn es einem dann aber gelingt, einen Ranglistenbesseren zu schlagen, ist das doch immer wieder ein gutes Gefühl“, gibt er zu.

Gemeinsam mit seinen Teamkollegen vertritt Florian hier den LSV an den Schachbrettern, während die Eltern der Spieler an der Kasse und Theke das Turnier verwalten.

Laufen die Spielrunden, dann sitzen die Spieler mit rauchenden Köpfen vor ihren Figuren. Um den Druck zu erhöhen, hat jeder Schachbegeisterte pro Partie nur 15 Minuten Zeit, die er sich frei einteilen kann.

„Wegen des Zeitlimits sind es daher meistens Flüchtigkeitsfehler, die ein Spiel entscheiden“, weiß Wulff aus Erfahrung. Aber dies sei eben auch eine Frage der Konzentration. Wer ein Spiel gewinnt erhält einen Punkt. Einigen sich die Spieler in festgefahrenen Situationen auf Unentschieden, wird dieser geteilt. Im Schweizer System hat man jede Runde die Chance, sich im Spiel gegen direkte Tabellennachbarn zu verbessern.

Für Florian heißt es am Ende drei Siege bei sechs Niederlagen und ein Platz im unteren Drittel. „Aber es hat Spaß gemacht“, gibt er sich sportlich.

Unter seinen Vereinskollegen waren vor allem Michael Sorokin und Tommy Nguyen erfolgreich. In der mit 43 Spielern stark besetzten Klasse U14 landeten sie mit einer Bilanz von fünf Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen auf den Rängen Elf und Zwölf. Und auch die Verantwortlichen vom LSV zeigten sich zufrieden mit dem Turnier: „Wir konnten die gute Teilnehmerzahl aus dem letzten Jahr bestätigen“, verrät der Vorsitzende Peter Titz, „und insgesamt erlebt das Jugendschachspiel seit ein paar Jahren einen sanften aber anhaltenden Zuwachs.“

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