SB-Markt sorgt für Ärger bei Anwohnern: Kompromiss finden

Von: sj
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Ein Metallzaun hält derzeit Anwohner und Verbrauchermarkt auf Distanz: Die Parkplätze des Birkesdorfer SB-Marktes reichen ohne die Absperrung unmittelbar an die Grundstücke heran. Foto: Johnen

Birkesdorf. Die Situation der Anwohner und die Belange des Rewe-Verbrauchermarktes an der Nordstraße beschäftigen weiter die Politik.

„Wir brauchen in der Sache einen vernünftigen Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können”, erklären die beiden Birkesdorfer SPD-Ratsmitglieder Peter Koschorreck, der auch Vorsitzender des Bezirksausschusses und des Verkehrs- und Bauausschusses ist, und Rolf M. Braun. Hintergrund dieser Forderung ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen.

Gericht erteilt Auflagen

Dem an der Nordstraße und Kopernikusstraße gelegenen SB-Markt sind vom Gericht Auflagen erteilt worden, die mittelfristig die Existenz des Betriebes gefährden könnten, befürchten die Politiker. Die Arbeitsplätze vor Ort seien in Gefahr. Koschorreck: „Bis zum heutigen Tage haben die vom Gericht festgelegten Auflagen bereits zum Verlust von mehreren Arbeitsverhältnissen geführt.”

Auch die dem SB-Markt ein- und angegliederten Kleinbetriebe sorgten sich um die Zukunft des Standortes. „Besonders ältere Bewohner aus dem Nordbereich des Stadtteils legen als Kunden großen Wert auf eine nahe und umfassende Versorgung”, plädiert Rolf M. Braun für einen tragfähigen Kompromiss zwischen Supermarkt und Anwohnern.

Doch was ist in der Vergangenheit geschehen? Warum wurde das Verwaltungsgericht angerufen?

Hintergrund der gerichtlichen Auflagen sind Beschwerden der an das Rewe-Grundstück grenzenden Anwohner der Kopernikusstraße. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass die Parkplätze bis unmittelbar an ihre Grundstücke - die nur eine geringe Tiefe haben - ausgewiesen sind. Auch durch die langen Öffnungszeiten, die Ausfahrt an der Kopernikusstraße und den Zulieferverkehr durch Lastkraftwagen fühlen die Anwohner ihre Wohnqualität stark eingeschränkt. Das Verwaltungsgericht gab ihnen teilweise Recht und hob die letzte Baugenehmigung der Stadt auf, die sich auf Parkplätze, Ausfahrt und Öffnungszeiten bezog.

Die Lokalpolitiker Rolf M. Braun und Peter Koschorreck haben nun Gespräche mit den Anwohnern, Kunden, Vertretern des Supermarktbetreibers und dem Bauordnungsamt geführt. Ihr Wunsch ist, dass es zu einer tragbaren Einigung kommt. Sie sind der Meinung, dass ein etwa fünf Meter breiter Streifen zu den Anwohnern hin zukünftig nicht als Parkplatz genutzt werden soll. „Dieser Streifen muss bepflanzt werden, um Lärm und Abgase abzuhalten. Der Anlieferverkehr darf nicht zu früh erfolgen”, sagt Koschorreck, Die Politiker begrüßen es, dass das städtische Bauamt zusammen mit Rewe engagiert daran arbeitet, das Urteil umzusetzen und um „eine gute Lösung” zu finden. Koschorreck: „Wir bitten das Bauamt, möglichst schnell eine neue Baugenehmigung auszustellen, um klare Verhältnisse für die Zukunft zu schaffen.”
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