Kreuzau - Saunaboom verringert Monte-Mare-Minus

Saunaboom verringert Monte-Mare-Minus

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:

Kreuzau. Dem Sog bundesweit rückläufiger Besucherzahlen kann sich auch das Freizeitbad „Monte Mare” in Kreuzau nicht entziehen.

Nach rund 170.000 Schwimmbadbesuchern (ohne Vereins- und Schulsport) im Vorjahr erwarten der Kreis als Eigentümer und die Monte-Mare-Gruppe als Betreiber hochgerechnet aufs ganze Jahr 2010 einen Rückgang von gut zwölf Prozent. Das durch die fehlenden 20.000 Schwimmbadbesucher entstehende Loch in der Kasse kann aber durch ein sattes Plus im Wellnessbereich mehr als kompensiert werden, erklärt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Nach den neuerlichen Investitionen und Umbaumaßnahmen hatten Kreis und Monte Mare in der Saunalandschaft zwar ohnehin bereits mit steigenden Besucherzahlen gerechnet, doch der Ansatz im Wirtschaftsplan von 27.500 wird bis Ende Dezember voraussichtlich um mehr als 50 Prozent übertroffen. Damit nähert sich die Monte-Mare-Sauna der Marke von 40.000 Gästen bereits weitaus früher als selbst von den bundesweit agierenden Monte-Mare-Experten mit Blick auf das Potenzial erwartet. Zum Vergleich: Vor dem Betreiberwechsel kamen nur rund 16.000 Gäste jährlich in die Sauna. „Wir sind auf dem richtigen Weg und lagen mit der Entscheidung, das Thema Wellness stärker zu besetzen, genau richtig”, freut sich Wolfgang Spelthahn, dass sich das Minus im laufenden Geschäft weiter verringern wird. Nach einem Defizit von rund einer Million Euro aus dem Betrieb im vergangenen Jahr „liegen wir bereits jetzt deutlich unter 700.000 Euro”, ist Spelthahn zuversichtlich, die angestrebte Halbierung des Defizits binnen drei Jahren vielleicht schon früher zu erreichen.

„Damit liegt der Zuschussbedarf weit unter dem anderer Hallenbäder der Region”, will der Landrat von der fortwährenden Kritik am Betrieb eines defizitären Bades im Kreisbesitz nichts mehr hören und erteilt der in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Forderung der SPD, das Freizeitbad zu verkaufen, erneut eine klare Absage.

„Unser Ziel ist es, den erfolgreichen Weg fortzusetzen”, plädiert Spelthahn vielmehr für eine Verlängerung des im Frühjahr auslaufenden Betreibervertrags mit der Monte-Mare-Gruppe. Mit dieser Frage wird sich der Aufsichtsrat der Beteiligungsgesellschaft des Kreises in den nächsten Wochen beschäftigen müssen.
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