Sasha darf die Badehose doch nicht einpacken

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
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Aufgabe erfüllt: Moderatorin Steffi Neu und Bürgermeister Paul Larue schnitten sich zunächst gemeinsam durch das Bild der B264, dann schritten sie zusammen durch das Tor zur Eifel. Foto: Röber

Düren. Die Spannung ist spürbar, als Bürgermeister Paul Larue um kurz nach 16 Uhr die Kopfhörer aufsetzt. Rund 50 Dürener stehen immer noch auf dem Kaiserplatz und trotzen dem gar nicht so kaiserlichen Wetter.

Einige Hagelkörner haben sich unter die Regentropfen gemischt und gerade deshalb drücken alle Verbliebenen die Daumen um so fester. Doch es nützt nichts. Zwei Minuten, nachdem der Bürgermeister die erste Frage richtig beantwortet hat, steht fest, dass Düren sich Attendorn bei „WDR2 für eine Stadt” geschlagen geben muss. Popstar Sasha packt also nun am 27. Juni seine Badehose nicht für ein Konzert am Dürener Badesee ein, wie es sich die Dürener sehnlichst gewünscht haben.

Sechs Stunden zuvor. Aufgeregt warten die Organisatoren auf ihre Aufgabe. „Irgendwas mit Papier” haben Sabine Briscot-Junkersdorf, Marketingleiterin der Stadt, und ihre vielen Mitstreiter vorab vermutet. Und sie behalten Recht. „Düren ist das Tor zur Eifel und zudem Papierstadt. Ihre Aufgabe ist es nun also, das Tor zur Eifel - wie immer es auch aussehen mag - aus Papier zu bauen. „Und zwar so, dass ich durchgehen kann”, kündigt Moderatorin Steffi Neu an. Die eifrigen Helfer machen sich schnell ans Werk.

Erste Lagebesprechung im Ratssaal. Richard Müllejans vom Dürener Service Betrieb (DSB) sieht sich einer Flut von Ideen und Helfern gegenüber, die eigens eingerichtete Hotline steht nicht mehr still. Schnell entsteht ein Plan. Zunächst muss ein Zelt her, um das Tor vor dem Regen zu schützen. Nur eine Stunde später sind die Arbeiten auf dem Kaiserplatz in vollem Gange. Ruckzuck steht das Zelt, weitere 60 Minuten vergehen, da steht auch das Tor. Aber damit gibt sich rund um das Rathaus niemand zufrieden.

„Es soll ja auch schön sein”, sagt Katrin Wenzel vom City-Marketing-Verein und betrachtet weit vor Ablauf des Countdowns das gelungene Ergebnis. Steffi Neu ist ebenfalls begeistert, aber noch lässt sie offen, ob die ersten fünf Punkte für das Erfüllen dieser Aufgabe sicher sind. Doch um kurz nach 15 Uhr ist klar: Die Aufgabe ist erfüllt. Denn die Moderatorin marschiert samt Jury nicht einfach nur durch ein Tor.

Im Zelt ist Rasen ausgelegt, die Rur nachgebaut und hinter dem Tor zur Eifel warten noch besondere Überraschungen. Dort spielt das Mandolinenorchester Merken, es wartet eine Falknerin des Wildgeheges Hellenthal mit einem Adlerweibchen, und Miss Petticoat Gabi Nork reicht einheimische Spezialitäten. Die Aufgabe ist erfüllt. Nun muss „nur” noch Bürgermeister Paul Larue von zehn kniffligen Fragen mindestens acht richtig beantworten.

Er schafft jedoch lediglich sieben und dabei werden ihm ausgerechnet Dürener Sportgrößen zum Verhängnis. So war von Toni Schumacher als Vize-Europameister die Rede - er wurde jedoch Europameister. Die Volleyballerinnen Susanne Lahme und Danja Müsch waren bei den Olympischen Spielen in Athen erfolgreich, allerdings nicht 2000, sondern 2004. Und die Entfernung mit dem Fahrrad vom Kaiserplatz nach Derichsweiler und Gürzenich vertauschte Larue.

Die Spannung ist gleich nach der letzten Frage Enttäuschung gewichen. Und Trotz. Im kommenden Jahr will Düren wieder angreifen.
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