„Sarko de Funès” gibt auf der Bühne nicht auf
Kabarettist René Steinber alias „Sarko de Funès” suchte immer wieder den Dialog mit dem Dürener Publikum. Foto: Keldenich
Ein Logo ihres Heimatsenders, ein Tisch für sie, ein Stehpult für ihn: Und los geht es mit „Lachen Live - Mehr”. Eigentlich sollte es ja schon im Mai mit dem zweiten Programm der Kabarettisten losgehen, aber das ging nicht, was Steinberg mit einer Anleihe bei Hape Kerkelings Horst Schlämmer erklärt: „Da hatte ich Bein.” Jetzt aber geht es wieder mit dem Bein und dem Lachen.
Furioser Auftakt
Dass der Titel des Programms nicht nur eine Aufforderung, sondern auch eine Beschreibung ist, macht das Duo auf der Bühne sofort klar. Im furiosen Auftakt brausen die Lacher im Zehn-Sekunden-Takt durch das voll besetzte Haus der Stadt. Probates Mittel in solchen Situationen: das Publikum einbinden. Also übt sich der Saal im Chor an einer Jürgen-Rüttgers-Parodie, wobei für die S-Laute vorher immer ein wenig „Wasser im Zahn” gesammelt wird. Und wie heißt das Lieblingslied des Ex-Regierungschefs? Klar doch: „Massachusetts”.
Schon schwerer ist es bei den Quetschlauten des „Pofallaraf” aus dem „Schloss Koalitionsstein”. Steinberg: „Wenn Sie hier die Stimmlage ein bisschen zu hoch treffen, sind sie schon bei Jan Delay.” Also zum Schluss noch ein Merkel-Lachen und dann der Ritterschlag für die Mitmacher: „Wer Merkel kann, ist regierungsfähig!”
Aufs Stichwort Regierung folgen natürlich gleich „Die Von-der-Leyens”, die ab hier den roten Faden des Programms bilden. Derweil muss einer kürzer treten, den die Franzosen abgewählt haben, obwohl er doch im Programm der beiden Künstler der Kracher schlechthin ist: „Sarko de Funès” hat nur noch Kurzauftritte, ist aber darin nach wie vor unschlagbar. Das wütende Rumpelstilzchen hat natürlich noch längst nicht akzeptiert, zurücktreten zu müssen, und sucht weltweit nach neuen Betätigungsfeldern.
Bei René Steinberg beginnt derweil ein anderer die Lücke zu füllen. Nicht Hollande, aber jemand, der für Sauce Hollandaise schwärmt. „Calli Calmund” hat laut Steinberg als einziger Mensch eine Reise-Fritteuse und hing schon einmal drei Wochen am Nutella-Tropf. Während Steinberg an dieser Figur doch vielleicht noch feilen muss, legt sein Vater von der Leyen, der sonst nur ein paar Schlussworte spricht, beim von der Gemahlin befohlenen Tanzen seines Namens einen Glanzauftritt hin, der allein schon erklärt, wieso auch Wort-Künstler am Ende ihres Programmes die Bühne schweißgebadet verlassen.
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Furioser Auftakt
Dass der Titel des Programms nicht nur eine Aufforderung, sondern auch eine Beschreibung ist, macht das Duo auf der Bühne sofort klar. Im furiosen Auftakt brausen die Lacher im Zehn-Sekunden-Takt durch das voll besetzte Haus der Stadt. Probates Mittel in solchen Situationen: das Publikum einbinden. Also übt sich der Saal im Chor an einer Jürgen-Rüttgers-Parodie, wobei für die S-Laute vorher immer ein wenig „Wasser im Zahn” gesammelt wird. Und wie heißt das Lieblingslied des Ex-Regierungschefs? Klar doch: „Massachusetts”.
Schon schwerer ist es bei den Quetschlauten des „Pofallaraf” aus dem „Schloss Koalitionsstein”. Steinberg: „Wenn Sie hier die Stimmlage ein bisschen zu hoch treffen, sind sie schon bei Jan Delay.” Also zum Schluss noch ein Merkel-Lachen und dann der Ritterschlag für die Mitmacher: „Wer Merkel kann, ist regierungsfähig!”
Aufs Stichwort Regierung folgen natürlich gleich „Die Von-der-Leyens”, die ab hier den roten Faden des Programms bilden. Derweil muss einer kürzer treten, den die Franzosen abgewählt haben, obwohl er doch im Programm der beiden Künstler der Kracher schlechthin ist: „Sarko de Funès” hat nur noch Kurzauftritte, ist aber darin nach wie vor unschlagbar. Das wütende Rumpelstilzchen hat natürlich noch längst nicht akzeptiert, zurücktreten zu müssen, und sucht weltweit nach neuen Betätigungsfeldern.
Bei René Steinberg beginnt derweil ein anderer die Lücke zu füllen. Nicht Hollande, aber jemand, der für Sauce Hollandaise schwärmt. „Calli Calmund” hat laut Steinberg als einziger Mensch eine Reise-Fritteuse und hing schon einmal drei Wochen am Nutella-Tropf. Während Steinberg an dieser Figur doch vielleicht noch feilen muss, legt sein Vater von der Leyen, der sonst nur ein paar Schlussworte spricht, beim von der Gemahlin befohlenen Tanzen seines Namens einen Glanzauftritt hin, der allein schon erklärt, wieso auch Wort-Künstler am Ende ihres Programmes die Bühne schweißgebadet verlassen.




