Sammelbilder und Gutscheine anstatt Süßigkeiten in der Schultüte

Von: km
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Rosemarie Lennartz vom Arbeitskreis Zahngesundheit im Kreis Düren, gibt Tipps. Foto: Kim Statzner

Düren. Die Abschlussklassen haben ihren Abschied gefeiert, und auch für die anderen Schüler geht es auf die Sommerferien zu. Während sich die einen aus dem Schulleben verabschieden, rückt für die i-Dötzchen die Einschulung näher. Es ist also höchste Zeit für Eltern und Großeltern, über die Schultüte nachzudenken.

Ob im Kindergarten selbst gebastelt oder gekauft, am ersten Schultag sind alle stolz auf ihre Schultüte und auf die Überraschungen und Leckereien darin. Der Inhalt soll Spaß machen, und da dürfen natürlich Süßigkeiten nicht fehlen. Aber wie auch wir alle als Kinder gelernt haben, ist das natürlich nicht gut für die Zähne. Rosemarie Lennartz vom Arbeitskreis Zahngesundheit im Kreis Düren hat deshalb einige Tipps für Alternativen zur klassischen „Zuckertüte“.

„Wir sehen sehr viele kleine Kinder, die auch schon im jungen Alter Karies haben“, erklärt sie. „Deshalb muss man früh anfangen, so dass ein Bewusstsein für Zahngesundheit entwickelt wird. Dazu gehören natürlich auch der regelmäßige Zahnarztbesuch und richtiges Zähneputzen.“ Gerade wenn die bleibenden Zähne kommen, sei es wichtig, sie zu pflegen. Die hat man schließlich, vielleicht mal abgesehen von den Dritten, bis zum Ende seines Lebens.

Lennartz, deren Kollegen auch regelmäßig in Kindergärten und Schulen Workshops zur Zahngesundheit durchführen, empfiehlt vor allem, auf das Kind abgestimmte Alternativen in die Schultüte zu packen. Das könnten kleine Spielsachen wie Sammelbildchen oder Kartenspiele, aber auch Nützliches für die Schule wie Mäppchen oder Stifte sein. Außerdem könnten Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten, also zum Beispiel ein Ausflug in den Zoo, verschenkt werden. Als essbare Alternative schlägt sie unter anderem Äpfel oder Nüsse vor.

Fruchtzucker und Säure

Natürlich enthalten auch Obst und andere Lebensmittel Fruchtzucker und Säure, welche die Zähne angreifen können. Deshalb gilt, wie auch bei Süßigkeiten, möglichst nach einer Mahlzeit die Zähne zu putzen. „Natürlich ist das nicht immer möglich, wenn man auf der Arbeit oder in der Schule ist“, sagt Lennartz. „Hier kann man zum Beispiel den Mund mit Wasser ausspülen oder ein zuckerfreies Kaugummi kauen. Die Zahnbürste ersetzen kann das aber nicht.“ Außerdem empfiehlt sie, gerade Süßigkeiten nicht verteilt über den Tag hinweg zu essen und danach die Zähne zu putzen.

Klar ist trotzdem, dass der erste Schultag Spaß machen soll. Ganz auf Süßigkeiten zu verzichten, erwartet selbst die Expertin für Zahngesundheit nicht. „Man kann ja den Kindern nicht alles verbieten, was zuckerhaltig ist“, sagt sie. „Wichtig ist, die Schultüte nicht bis obenhin mit Süßigkeiten vollzustopfen. Wenn regelmäßig auf die Zahnpflege geachtet wird, darf es schon mal etwas Süßes sein.“

Ganz auf Gummibärchen und Kinderriegel müssen die I-Dötzchen also nicht verzichten. Die eine oder andere Überraschung, in der Schultüte zu finden, kann aber definitiv auch nicht schaden.

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