Untermaubach - Salonorchester Rurland feiert 30 jähriges Jubiläum

Salonorchester Rurland feiert 30 jähriges Jubiläum

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Hubert Sistig gründete vor 30 Jahren das Salonorchester Rurland: Zur Feier des Tages spielten die Musiker im „Saal Hassert“. Auch Dirigent Jürgen Reimann feierte ein Jubiläum: Er ist seit 20 Jahren Leiter des Orchesters. Foto: Markus Niederhöfer

Untermaubach. Das Salonorchester Rurland hatte am Wochenende Grund zu feiern: Das Ensemble wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Das Jubiläumskonzert im „Saal Hassert“ sorgte am Samstagabend für ein volles Haus.

Eigentlich ist es sogar ein doppeltes Jubiläum für die Rurland-Musiker: Neben ihrem 30-jährigen Bestehen beglückwünschten sie am Samstag Dirigent Jürgen Reimann, der seit 20 Jahren das Orchester leitet. Reimann ist diplomierter Musiklehrer und Konzertpianist, Gewinner internationaler Musikwettbewerbe und war 1999 im ZDF auf dem Traumschiff „MS Deutschland“ zu sehen.

Heute dirigiert er mit Leidenschaft das Salonorchester, in dem rund 20 Musiker aller Altersklassen gemeinsam musizieren.

Zu Beginn des Konzerts präsentierte das Ensemble den Einzugsmarsch aus „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß, gefolgt von der Ouvertüre zu „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé. Mit diesen beiden klassischen Stücken überzeugten sie bereits auf voller Linie.

Das Salonorchester Rurland hat sich vor allem Opern, Operetten, Charakterstücke und populäre Schlagermusik auf die Fahne geschrieben.

Mitgesummt und mitgesungen wurde vor allem bei den bekannten Werken „Plaisir dámour“ und „What a wonderful world“. Letzteres wurde dabei gesanglich unterstützt von Thomas Ottersbach, der als Sänger und Solist im Orchester tätig ist. Für seine raue, charakteristische Stimme im Stil von Louis Armstrong erntete Ottersbach großen Beifall. Auch bei Stimmungstiteln wie „Frühling“ von Paveier oder einem Potpourri aus Richard Heymanns bekanntesten Melodien bewiesen die Musiker echtes Talent und ein harmonisches Zusammenspiel.

Das Domizil des Orchesters ist seit jeher das Schenkel-Schoeller-Stift in Niederau, wo vor 30 Jahren die Gründungsversammlung stattfand. Seine Existenz verdankt das Salonorchester Rurland Hubert Sistig, der nach seiner Pensionierung als Geiger bei der Hamburgischen Staatsoper nach Untermaubach zog. Sistig gab 1988 den Gründungsanstoß, da er mit dem bloßen Ruhestand nicht zufrieden war.

Gemeinsam mit Peter Gross und dem damaligen Dürener Kulturdezernenten Gerd Bildau rief Sistig das Ensemble ins Leben. Schon bald fanden sich viele Musiker, die von der Idee begeistert waren und sich anschlossen. Ein Jahr später gaben sie ein erstes Konzert mit bereits über 30 Mitgliedern.

Noch heute proben die Musiker regelmäßig in den Räumen des Schenkel-Schoeller-Stifts, außerdem finden dort jedes Jahr Sommer- und Weihnachtskonzerte statt.

Hubert Sistig verstarb im Jahr 1996, sein Freund Peter Gross ist heute als erster Gründungspräsident der organisatorische Kopf hinter dem Salonorchester. „Eigentlich besteht ein Salonorchester aus einer kleinen Gruppe von Instrumentalisten“, erklärte Gross schmunzelnd. „Es gibt die Wiener Besetzung, die Pariser Besetzung, und halt eben die Maubacher Besetzung mit über 20 Mann.“

 

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