Düren - Saâdane Afif nimmt Preis der Günther-Peill-Stiftung entgegen

Saâdane Afif nimmt Preis der Günther-Peill-Stiftung entgegen

Von: sj
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Dr. Eberhard Peill (l.) übergab den Preis der Günther-Peill-Stiftung im Beisein von Museumsdirektorin Dr. Renate Goldmann und Dürens Bürgermeister Paul Larue (rechts) an Saâdane Afif (2.v.r). Stipendiaten waren in den vergangenen zwei Jahren Vaast Colson (Mitte) und Andreas Fischer (nicht im Bild). Foto: Stephan Johnen

Düren. Wer sich mit der Installation „Ici“ des französischen Künstlers Saâdane Afif auseinandersetzt, kommt nicht umhin, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. „Wo bin ich? Wohin möchte ich? Die Verknüpfung von Sprache und Installation lässt beim Betrachter eine Selbst­re­fle­xi­on starten“, findet Dr. Eberhard Peill, Vorsitzender der Günther-Peill-Stiftung.

Afif, der zwei identische Modelle Dürener Bahnhofslampen mit Lautsprechern geschaffen hat, stehe für die Frage nach Verortung in der heutigen Zeit. Ein Modell steht in Düren, das andere derzeit in der Schweiz. An beiden Orten sind live die Durchsagen vom Dürener Bahnhof zu hören. An den Wänden finden sich Gedichte befreundeter Künstler und Schriftsteller.

Gestern nahm Saâdane Afif den mit 25.000 Euro dotierten Preis der Günther-Peill-Stiftung aus den Händen von Eberhard Peill im Leopold-Hoesch-Museum entgegen. Auch die Ausstellungen der beiden Peill-Stipendiaten Vaast Colson und Andreas Fischer, die jeweils 18.000 Euro erhalten haben, wurden eröffnet. Der Preisträger und die Stipendiaten wurden bereits 2012 benannt, sie hatten aber zwei Jahre Zeit, die Ausstellung vorzubereiten. Als harmonische Abrundung zeigt das Museum bis zum 23. November noch Werke der belgischen Künstlerin Lili Dujourie.

Museumsdirektorin Dr. Renate Goldmann ist überzeugt: „Die gemeinsame Verleihung des Peill-Preises und der Stipendien hat nationale Bedeutung.“ Nicht zuletzt dem Engagement der Stiftung sei zu verdanken, „dass das Museum heute dort steht, wo es steht“. Mit Preisgeldern, Katalogen und Ausstellungen erreiche die Dotierung die Grenze von 100.000 Euro. „So etwas gibt es sonst kaum noch“, bedankte sich die Museumsdirektorin für das Wirken der Stiftung, die im kommenden Jahren ihren 30. Geburtstag feiert.

Die zypriotische Künstlerin Haris Epaminonda ist Peill-Preis-Trägerin des Jahres 2014. Für die zweijährigen Förderstipendien der Günther-Peill-Stiftung wurden Rana Hamadeh und Robert Elfgen gewählt. Die Stiftung würdigt alle drei Künstler über die finanzielle Förderung hinaus mit einer Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum im Herbst 2016. Die Stipendiaten werden zusätzlich mit einer Begleitpublikation unterstützt.

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