RWE entdeckt beim Verlegen neuer Kabel toten US-Soldaten

Von: sis
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Die Uhr des gefallenen Soldaten blieb auf halb Sieben stehen.

Schmidt. Am 3. November des Jahres 1944 erreichten die amerikanischen Soldaten Schmidt. Unter schweren Verlusten hatten sie sich von Vossenack aus durch das Kalltal nach Schmidt vorgekämpft. Die Stellungen hielten sie aber nicht lange. Zu erschöpft waren die Soldaten der 28. Infanteriedivision, um sich einzugraben, zu erschöpft, um dem Widerstand der Deutschen Stand zu halten.

Die Amerikaner mussten sich zurückziehen und erlitten wieder schwere Verluste. Ein toter Soldat der Infanteriedivision wurde Ende vergangener Woche in Schmidt bei Arbeiten der RWE Rheinland Westfalen gefunden. Der Energieversorger ersetzt dort Freileitungen durch neue Erdkabel. Bei den Erdarbeiten stießen die RWE-Mitarbeiter auf verschiedene Knochen und persönliche Gegenstände des Soldaten. Sofort wurden die Arbeiten unterbrochen, die Kriegsgräberfürsorge informiert.

Da bei dem Soldaten viele Granatsplitter gefunden wurden, kann davon ausgegangen werden, dass der US-Amerikaner beim Rückzug durch eine Granate getroffen wurde. Gefunden wurden auch etliche persönliche Gegenstände des Toten: Füllfederhalter, eine Zahnbürste, ein Rasierer made in USA und eine Armbanduhr. Ihre Zeiger waren auf halb Sieben stehen geblieben.

Die Überreste des getöteten Soldaten wurden am Dienstag geborgen. Sie werden den amerikanischen Behördern übergeben und auf Hawaii untersucht.
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