Rurwelle: Ab Montag solls mit neuer Geschäftsführung bergauf gehen

Von: Jörg Abels
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Monte-Mare-Chef Herbert Doll (r.) und die neue Geschäftsführerin der Freizeitbad Kreuzau GmbH, Heidi Butz, schlossen am Freitag im Beisein von Landrat Wolfgang Spelthahn und Bürgermeister Walter Ramm den zweijährigen Managementvertrag. Foto: Abels

Kreuzau. Vereinzelt ein paar Besucher auf den Liegen, ein Schwimmmeister, der seine Runden an einem friedlich dahin plätschernden Wellenbecken dreht, leere Tische in der Gastronomie: Viel ist an diesem frühen Freitagnachmittag nicht los im Freizeitbad Kreuzau.

Das soll sich künftig ändern. Denn der „Rurwelle” fehlen trotz eines 20-prozentigen Zuwachses in 2008 die Gäste, am frühen Nachmittag, vor allem aber in der Sauna- und Wellnesslandschaft.

„Ein externes Gutachten hat ergeben, dass wir das Potenzial der Vereins- und Freizeitschwimmer nahezu ausgeschöpft haben”, erklärt Landrat Wolfgang Spelthahn mit Blick auf die 218.000 Besucher im letzten Jahr. Sorgenkind aber ist weiter die Sauna.

Marketing intensivieren

„Ich habe den Eindruck, dass die Bürger das Projekt noch nicht verinnerlicht haben”, beschreibt Herbert Doll, geschäftsführender Gesellschafter der Monte Mare Unternehmensgruppe, seinen ersten Eindruck.

Nach der Vertragsunterzeichnung am Freitag übernimmt das bundesweit tätige Unternehmen am Montag die Betriebsführung in Kreuzau. „Wir wollen versuchen, das Bad den Bürgern näher zu bringen”, verweist Doll auf Defizite im bisherigen Marketingkonzept.

Hier wird sein Team verstärkt die Hebel ansetzen. Der durch die fortwährende Diskussionen um das defizitäre Bad negativ besetzte Name „Rurwelle” werde verschwinden, erklärt Marketingleiter Jörg Zimmer.

Wie an allen übrigen Standorten der Gruppe soll spätestens in einem halben Jahr auch in Kreuzau der Name „Monte Mare” für Erholung, Entspannung und Luxus stehen.

Ziel ist es, binnen zwei Jahren die Zahl der 16.000 Saunabesucher im Jahre 2008 zu verdoppeln, erklärt Kai Steuernagel. „Die Kapazität würde sogar 100.000 zulassen.”

Dass mit einer Verdopplung der Saunabesucher allein das jährliche Betriebsdefizit von zuletzt 800.000 Euro nicht auf Null gefahren werden kann, ist allen Beteiligten klar.

„Wir müssen an vielen Stellschrauben drehen”, spricht Spelthahn noch von großem Potenzial in den Bereichen Energiemanagement und Gastronomie.

„Die 218.000 Besucher machen im Bad noch viel zu wenig Umsatz.” Und deshalb will das „Monte-Mare-Team” das Angebot im Bad deutlich ausweiten.

In welchen Bereichen müsse noch analysiert werden, betonte Herbert Doll. Wunderheiler seien sie nicht, warnte der Monte-Mare-Chef vor allzu großen Erwartungen, „aber wir haben schon an anderen Orten bewiesen, dass wir das notwendige Know-How haben.”

Der erst einmal auf zwei Jahre abgeschlossene Managementvertrag ist erfolgsabhängig dotiert. Wolfgang Spelthahn geht von einer langfristigen Zusammenarbeit aus und ist guter Dinge, dass kreiseigene Bad mit dem Sachverstand des neuen Betreibers aus den roten Zahlen und damit aus der politischen Diskussion führen zu können.
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