Rurtalwerkstätten: Fast 1000 Gäste kommen zur Fete

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Geehrte Jubilare: Patrick Meuserman, Fred Odenhoven, Karin Baars und Klaudia Peters (v. l.) sind vier von unzähligen Mitarbeitern, die am Samstag ihr Betriebsjubiläum bei den Rurtalwerkstätten (RTW) gefeiert haben.
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Bürgermeister Paul Larue gratulierte Inge Hehemeyer (Mitte) und Sabine Pinkerneil von den RTW.

Düren. Dass die Mitarbeiter der Rurtalwerkstätten (RTW) sich mit ihrem Arbeitgeber stark identifizieren, haben sie am Samstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Zur Jubiläumsfeier der RTW, die in diesem Jahr 50 Jahren alt geworden sind, sind fast 1000 Menschen zum Schloss Burgau gekommen.

„Ich arbeite einfach gerne hier“, sagt Klaudia Peters, die seit 35 Jahren dabei ist. „Ich bin im Bereich Verpackung, und ich kann mir nicht vorstellen, irgendwo anders zu arbeiten. Und deswegen bin ich auch heute gekommen.“

Einer, der von Anfang an, also seit nunmehr 50 Jahren, bei den RTW mit ihren mittlerweile sechs Betriebsstätten arbeitet, ist Hermann-Josef Lövenich. Der 64-jährige hat mit 14 Jahren seinen Dienst in der Werkstatt angetreten und arbeitet heute in Stockheim. Am kommenden Freitag hat Hermann-Josef Lövenich seinen letzten Arbeitstag, dann geht er in Rente. „Aber meine Kollegen und meine Betreuer werde ich bestimmt vergessen“, sagte der Hobby-Kaninchenzüchter.

„Wir haben noch viel vor“

Der Vorsitzende des Werkstattrates, Lulzim Lushtaku, dankte allen, die das Jubiläumsfest vorbereitet hatten. „Es ist toll, dass wir heute zusammen feiern. Aber der Weg von unseren Rurtalwerkstätten ist noch lange nicht zu Ende. Wir haben noch viel vor.“ Von den Politikern forderte Lushtaku, sich mehr für das Thema Inklusion einzusetzen. „Inklusion darf nicht nur ein Wort sein. Wir alle müssen die Inklusion mit Leben füllen.

Bürgermeister Paul Larue betonte, dass Düren seit jeher auch Stadt für Menschen mit Behinderung sei. „Es gibt hier viele Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen. Und eben die Rurtalwerkstätten, in denen geistig behinderte Menschen und psychisch Kranke einen Arbeitsplatz gefunden haben. Wir sind froh, dass Sie alle in unserer Stadt zu Hause sind.“ Grußworte gab es darüber hinaus von Inge Hehemeyer, Vorsitzende des Aufsichtsrates der RTW, Geschäftsführerin Sabine Pinkerneil, Landrat Wolfgang Spelthahn und dem Leiter des Tagebaus Hambach, Thomas Körber, der auch die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte. Wolfgang Spelthahn: „Die Rurtalwerkstätten sind eine echte Erfolgsgeschichte. Und wer so viel und erfolgreich arbeitet wie Sie, der hat auch allen Grund, heute tüchtig das Betriebsjubiläum zu feiern.“ Und genau das taten die behinderten und nicht-behinderten Mitarbeiter der RTW dann auch. Für jede Menge Spaß und Unterhaltung sorgten die werkstatteigene Videoclipdance-Gruppe unter der Leitung von Brigitte und Eva Pahlke, die Trommelgruppe „Samba Candela“ sowie die beiden Bands „The Authentics“ und „Cologne Soulmates“.

„Unser Betriebsjubiläum hat sehr viel Spaß gemacht“, so RTW-Mitarbeiter Ralf Stupp. „Es war schön, mit so vielen zu feiern.“

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