Rurtalwerkstätten: 36 neue Arbeitsplätze sind entstanden

Von: Sandra Kinkel
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In den Rurtalwerkstätten in Huchem-Stammeln ist am Mittwoch ein neuer Bereich für schwerst-mehrfach behinderte Menschen eingeweiht worden. Mit den betreuten Mitarbeitern freuen sich Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser (4.v.l.) und Sabine Pinkerneil, Geschäftsführerin (6.v.l.). Foto: kin

Niederzier. Die Rurtalwerkstätten im Gewebegebiet Rurbenden in Niederzier-Huchem-Stammeln haben sich erweitert. Am Mittwoch wurden hier die neuen Räume von zwei Gruppen für schwerst-mehrfach behinderte Mitarbeiter eingeweiht. Insgesamt hat die Werkstatt 245.000 Euro investiert, 99.000 Euro der Kosten hat der Landschaftsverband Rheinland übernommen.

„Der Bedarf für diese 20 neuen Plätze“, sagt Sabine Pinkerneil, Geschäftsführerin der Rurtalwerk-stätten, „war einfach da. Wir hatten schon eine Warteliste, so dass wir heilfroh sind, dass diese beiden Gruppen heute eingeweiht werden können.“

Mit den beiden neuen Gruppen gibt es in der Werkstatt in Huchem-Stammeln insgesamt fünf Einheiten für Menschen mit einem besonderen Förderungsbedarf. In jeder Gruppe arbeiten drei Betreuer, für den neuen Bereich wurden sechs neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Räumlichkeiten sind speziell auf die Bedürfnisse der Behinderten abgestimmt. Sabine Pinkerneil: „Unsere Mitarbeiter im Förderbereich brauchen natürlich auch viel Pflege. Deswegen gibt es auch entsprechende Sanitär- und Ruheräume.“

Damit die neuen Gruppen geschaffen werden konnten, mussten die anderen Mitarbeiter der Rurtalwerkstätten in Huchem-Stammeln ein Stückchen zusammenrücken. Sabine Pinkerneil: „Besonders getroffen hat es die Mitarbeiter unserer Abteilung Garten- und Landschaftsbau. Aber wird sind dabei, eine Immobilie zu suchen, in der die hoffentlich bald eine neue Heimat finden.“ Wünschenswert wäre, so die Geschäftsführerin, eine Gärtnerei oder ein kleiner Bauernhof.

Ebenfalls sind die Rurtalwerkstätten auf der Suche nach einem Gebäude, in dem ein Gastronomiebetrieb eröffnet werden könnte. Ursprüngliche Pläne, ein Café im Verwaltungsgebäude der Kreisvereinigung der Lebenshilfe, das in der Arnoldsweilerstraße gebaut wird, einzurichten, hat der Aufsichtsrat der Werkstatt abgelehnt. Sabine Pinkerneil: „Wir haben einen Geschäftsplan erstellt, der ergeben hat, dass ein Café an der Stelle nur sehr schwer rentabel arbeiten kann. Deswegen suchen wir einen anderen, zentraleren Raum.“

In wenigen Wochen beginnen die Bauarbeiten für das neue neue Berufsbildungszentrum der Rurtalwerkstätten mit 35 Plätzen auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte. Hier werden die neuen Mitarbeiter der Rurtalwerkstätten in den ersten 27 Monaten ihrer Arbeitszeit ausgebildet.

Bei der Eröffnung des neuen Förderbereichs betonte der Niederzierer Bürgermeister Hermann Heuser, wie froh er und die Gemeinde seien, dass die Rurtalwerkstätten auch in Niederzier vertreten seien. „Das ist wirklich ein Vorzeigebetrieb“, so Heuser. Was hier passieren würde, so der SPD-Politiker, sei gelebte Inklusion. „Hier werden auch Menschen, die besonders schwer behinderte sind, in den Arbeitsablauf integriert.“

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