Rurtalhalle soll für über eine Million Euro saniert werden

Von: Burkhard Giesen
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Soll in den kommenden drei Jahren für mehr als eine Million Euro saniert werden: Die Lendersdorfer Rurtalhalle. Ein neu gegründeter Förderverein soll die Halle im Sommer übernehmen und dann auch vermarkten. Foto: Ingo Latotzki

Lendersdorf. Wenn gesellschaftliches Leben stattfinden soll, ist ein Treffpunkt dafür die Voraussetzung. Kein Wunder also, dass der Vorsitzende der Lendersdorfer Karnevalsgesellschaft „Lengeschdörpe Klompe“, Karl-Heinz Sengersorf, mit Blick auf seinen Treffpunkt diesen Satz sagt: „Für uns ist es lebenswichtig, dass die Rurtalhalle bestehen bleibt.“

Ohne Halle kein Vereinsleben, will Sengersdorf damit sagen. Und das gelte beileibe nicht nur für die KG, sondern für alle Ortsvereine. Trotzdem ist es kein Zufall, dass Sengersdorf Vorsitzender eines neugegründeten Fördervereins ist, der die Rurtalhalle zum Sommer von der Stadt übernehmen und in Eigenregie vermarkten will.

Seit dem Jahr 2009 hat die Stadt Düren immer wieder versucht, einen Pächter zum Betrieb der Halle zu finden. Investiert wurde in die Halle aber nie. Das soll sich ab Sommer ändern. 1,1 Millionen Euro stehen im Haushalt der Stadt Düren für die nächsten drei Jahre bereit. Helmut Harperscheidt vom Amt für Gebäudemanagement geht allerdings schon jetzt davon aus, dass man aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs nachbessern muss und kommt aktuell auf Ausgaben von etwa 1,3 Millionen Euro.

Starten will die Stadt mit der Dachsanierung der Halle. Die allein, so Harperscheidt, koste schon 235.000 Euro. „Wir müssen die Halle für eine weitere Nutzung auf einen technisch aktuellen Stand bringen. Das reicht von einer neuen Infrastruktur wie Küche und Theke bis zur Erneuerung der Heizung, einer WC-Sanierung, der Sanierung des Parketts und der Saalbeleuchtung. Derzeit kann die Halle deshalb auch nur eingeschränkt genutzt werden“, erklärt Harperscheidt. Die Arbeiten sollen zeitlich in enger Abstimmung mit dem Förderverein vorgenommen werden. Idealerweise, sagt Sengersdorf, wenn die Auslastung der Halle eher geringer ist.

Auch wenn die Stadt erst mal sehr viel Geld in die Hand nehmen muss, würde sie langfristig profitieren. Verantwortlich für Betrieb und Vermarktung der Halle wäre dann der Förderverein.

Wie in anderen Bürgerhallen

Karl-Heinz Sengersdorf: „Wir bekommen jetzt schon regelmäßig Anfragen zur Nutzung der Halle, die wir bisher immer wieder ablehnen mussten. Unser Konzept ist so ausgelegt, dass wir mit der Vermarktung die anfallenden Kosten wieder herausbekommen. Dazu müssen wir allerdings die Mietpreise für die Vereine anpassen und auch erhöhen.“ Zudem gibt es für den Förderverein die Verpflichtung, etwaige Überschüsse in die Halle zu investieren oder an die Stadt zurück zu geben. Teil dieses Konzeptes ist es auch, nicht mehr auf einen eigenen Pächter zu setzen, der sich bei Veranstaltungen um die Bewirtung kümmern soll. Sengersdorf: „Die Infrastruktur wird dann bereitstehen und die Vereine können überlegen, ob sie das selbst organisieren möchten, oder sich einen Wirt dazu holen.“ Wie in anderen Bürgerhallen auch.

Bezirksausschussvorsitzender Norbert Weber (CDU) ist optimistisch, dass die Verhandlungen der Stadt mit dem neu gegründeten Förderverein zügig umgesetzt werden können: „Ich gehe davon aus, dass der Bezirksausschuss Anfang März die Umsetzung dieses Konzept empfiehlt.“

Auch für die Ampel-Koalition steht SPD-Fraktionsvorsitzender Henner Schmidt den Planungen positiv gegenüber. Bedenken hat er eher noch bei der Finanzierung: „Ich kann mir momentan nur schwer vorstellen, dass wir den Haushaltsansatz überschreiten sollten. Auch der laufende Betriebskostenzuschuss erscheint mir noch sehr hoch. Wir müssen da auf eine Gleichbehandlung auch mit Blick auf Vereine in anderen Ortsteilen achten.“

Daran dürfte das auf drei Jahre angelegte Sanierungsprogramm aber kaum scheitern.

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