Rurtalhalle: Sanierung nur, wenn Pachtfrage geklärt ist

Von: Jörg Abels
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Droht an der Pachtfrage die dringend notwendige Sanierung der Rurtalhalle zu scheitern? Eine Entscheidung soll bis Mitte der Woche fallen. Foto: Jörg Abels

Lendersdorf. Die Zukunft der dringend sanierungsbedürftigen Rurtalhalle ist ungewiss. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Henner Schmidt betont, dass die „Ampel“- Mehrheit im Stadtrat nicht bereit sei, wie von der CDU beantragt, bis zu einer Million Euro im Haushalt 2016 bereitzustellen, solange die Verpachtungssituation nicht geklärt ist.

„Ohne einen langfristigen Pächter ist es in unseren Augen obsolet, über eine Investition in dieser Höhe nachzudenken“, erklärt Schmidt.

Mit Gerd Suhr, der in Düren seit Jahren das Public Viewing bei Fußballgroßereignissen und den Biermarkt organisiert, hat sich nur ein einziger Gastronom auf die städtische Ausschreibung gemeldet. Vom zuständigen Steuerausschuss hat er bereits das Okay bekommen. Der Vertrag aber liegt auf Eis. Suhr will sofort loslegen, nicht erst am 1. März, um auch an den umsatzkräftigen Karnevalsveranstaltungen partizipieren zu können.

„Wenn ich erst nach der Session starten kann, stehe ich nicht zur Verfügung“, betont der Wirt, der auch die Schlüsselgewalt für die Halle übernehmen würde und die Gefahr sieht, angesichts der überschaubaren Zahl von lukrativen Veranstaltungen in der Rurtalhalle besserer Hausmeister zu werden.

Norbert Weber (CDU), der Bezirksausschussvorsitzende und langjährige Präsident der „Lengeschdörpe Klompe“, erklärt, dass sich die KG im August nach einem eigenen Wirt für ihre Karnevalsveranstaltungen umgesehen habe, weil sich die wiederholte Betreibersuche auf Seiten der Stadt hingezogen habe. Jetzt habe die Gesellschaft einen gültigen Vertrag, aus dem sie nicht mehr herauskomme. Stellt sich trotzdem die Frage, ob die KG ohne Zustimmung der Stadt überhaupt einen Vertrag abschließen durfte.

Die Situation scheint verzwackt. Bevor sich der Steuerausschuss am Mittwoch, 25. November, erneut mit der Problematik beschäftigt, will Weber am Dienstagabend ein Gespräch mit Bürgermeister Paul Larue und Baudezernent Paul Zündorf führen, an dem auch der KG-Vorsitzende teilnimmt.

Die Verwaltung will an der Rurtalhalle festhalten. Das hatte Zündorf zuletzt im Stadtrat betont, weil sie die einzige Halle im südlichen Stadtgebiet sei. Allerdings ist sie in die Jahre gekommen. Neben dem undichten Flachdach muss auch der Boden überarbeitet und das Möbiliar ersetzt werden. Die Bauverwaltung schätzt den Sanierungsbedarf auf eine Million Euro.

Daher fordert die „Ampel“ auch eine Bedarfsanalyse. „Es reicht nicht aus, wenn dort nur die KG feiert“, betont Henner Schmidt auch mit Blick auf die Betriebskosten. Norbert Weber, der sich mangels Pächter in den vergangenen Jahren um die Halle gekümmert hat, spricht von etwa 40 Veranstaltungen im Jahr. Er verweist auf das Konzert des Jugendblasorchesters, das Oktoberfest der Feuerwehr und zahlreiche private Feste.

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