Rurtalhalle: „Hier wird bürgerschaftliches Engagement ausgebremst“

Von: Jörg Abels
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Die CDU unterstützt den Fördervereinsvorsitzenden Peter Titz (r.) im Bemühen, die Rurtalhalle für die Lendersdorfer Vereine zu retten. Foto: ja

Lendersdorf. Der Förderverein Rurtalhalle Lendersdorf steht in den Startlöchern, die Betriebsführung zu übernehmen. „Wir haben das Konzept mit der Verwaltung abgestimmt“, erklärt der Vorsitzende Peter Titz. Damit stünde der notwendigen Sanierung der in den 70er Jahren erbauten Halle prinzipiell nichts mehr im Wege.

Die „Ampel“-Koalition hatte immer betont, dass sie nur investieren wolle – im Raum stehen mehr als 1,2 Millionen Euro –, wenn ein Betreiber gefunden werde, der die Unterhaltungskosten trägt.

Trotzdem liegt das Thema weiter auf Eis. Obwohl die Vorlage seit Ende Januar auf dem Tisch liegt, wurde über sie weder in einer Sondersitzung des Bezirksausschusses noch im Finanzausschuss abgestimmt. In letzterem wurde sie von der „Ampel“ im nicht-öffentlichen Teil sogar gegen die Stimmen der CDU von der Tagesordnung abgesetzt. Begründung: Es gebe noch Beratungsbedarf.

CDU-Fraktionschef Stefan Weschke und Parteichef Thomas Floßdorf sprechen von „respektlosem Verhalten“ der „Ampel“ gegenüber den Bürgern, die sich für den Erhalt der in Lendersdorf von den Vereinen dringend benötigten Halle einsetzen. „Hier wird bürgerschaftliches Engagement ausgebremst“, erklärt Floßdorf und erinnert daran, dass der Förderverein ja auch bereit sei, das wirtschaftliche Risiko zu tragen.

Die jährlichen Betriebskosten werden auf 20.000 Euro geschätzt, der Förderverein würde von der Stadt einen Zuschuss von 9000 Euro erhalten. Das heißt: Er muss jährlich 11.000 Euro erwirtschaften. Weschke erinnert zudem daran, dass der Halle die Schließung drohe, wenn nicht schnell mit der Sanierung begonnen werde.

Peter Titz moniert, dass die „Ampel“ noch überhaupt keinen Kontakt zum Förderverein gesucht habe. „Wir wollen reden und sind sogar zu Zugeständnissen bereit“, betont er, wenn der Koalition die Sanierungskosten mit Blick auf die Zahl der Veranstaltungen zu hoch seien. Zum Beispiel sei es sicher nicht notwendig, eine neue Thekenanlage für 150.000 Euro anzuschaffen, die vorhandene könne für deutlich weniger Geld weiter genutzt werden.

Er betont aber auch, dass dem Förderverein bereits zahlreiche Anfragen für eine Anmietung der Halle vorliegen, von Vereinen, Einzelpersonen und der Evangelischen Gemeinde. In diesem Zusammenhang erinnert der Bezirksausschussvorsitzende Norbert Weber (CDU) daran, dass in der Halle 2013 und 2014 jeweils rund 60 Veranstaltungen stattgefunden hätten. Danach wurde die Nutzung aufgrund der baulichen Mängel auf die Lendersdorfer Vereine beschränkt.

Während die CDU noch hofft, dass sich die „Ampel“ im Steuerausschuss am Dienstag, spätestens aber im Stadtrat am 3. Mai besinnt und dem Betreiberkonzept sowie dem Sanierungsplan zustimmt, hat der Förderverein mit Unterstützung der CDU eine Unterschriftensammlung für den Erhalt der Rurtalhalle gestartet.

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