Rurtal-Gymnasium: neues Konzept für sinnvolle Nutzung von Medien

Von: Bruno Elberfeld
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Georg Helmes, Dozent der „reg
Georg Helmes, Dozent der „regio iT”-Gesellschaft für Informationstechnologie, machte etwa 250 Schüler des Rurtal-Gymnasiums fit für den Umgang mit modernen Medien. Foto: bel

Düren. Facebook macht den Börsengang und ist in aller Munde. Im großen Vortragsraum des Rurtal-Gymnasiums macht währenddessen Georg Helmes, Dozent der Akademie der „regio iT”, Schüler der Unter- und Mittelstufe fit für die Nutzung des Internets.

„Wer von euch ist Nutzer von Facebook?”, fragte der Referent zu Beginn seines Vortrags Schüler des 9. Jahrgangs. Kein Arm bleibt unten. Nicht verwunderlich, sind doch allein in Deutschland 20 Millionen Nutzer bei Facebook aktiv.

„Höchste Zeit also”, meinte der Schulleiter des Gymnasiums, Franz Holtz, „die Schüler für eine sinnvolle Nutzung der neuen Medien zu sensibilisieren.” Längst ist an der Schule der Umgang mit den vielfältigen medialen Angeboten fester Bestand des täglichen Lehrplans. Lehrer Helmut Krifft hat die technischen Voraussetzungen geschaffen.

Sein Kollege Andreas Ritter kümmert sich als Medienbeauftragter um die Homepage des Rurtal-Gymnasiums. Die Dritte im Bunde ist Julia Achenbach. Sie hat speziell für die Bedürfnisse ihrer Schule ein Medienkonzept entwickelt, das Schüler vom fünften Schuljahr bis in die Oberstufe hinein begleitet.

In der fünften Klasse werden die Schüler über die Textverarbeitung und das „Roboter-Projekt” in die Arbeit mit dem Computer eingeführt. Im sechsten Schuljahr folgt der Handy-Führerschein. In der siebten Klasse werden die Grundlagen für den Umgang mit Suchmaschinen und sozialen Netzwerken gelegt. Im achten Jahrgang müssen die Schüler mit Powerpoint eigene Präsentationen erstellen. In der neunten Klasse tauschen die Schüler, die für einige Zeit im Praktikum sind, ihre Erfahrungen an ihren Arbeitsstellen in Form von Blog-Einträgen aus.

Ab dem zehnten Schuljahr gibt es die Möglichkeit, an Internet-Wettbewerben teilzunehmen. Das Internet dient dazu, das eigene Lernen zu unterstützen. Im Hinblick auf die Abschlussprüfungen wird selbstständiges Arbeiten mit dem Internet vorausgesetzt. Facharbeiten in der Oberstufe ohne Nutzung des Internets sind undenkbar.

„Doch bei allen diesen Tätigkeiten muss man die rechtliche Lage bei der Nutzung des Internets beachten”, mahnte Referent Georg Helmes. Das Herunterladen eines Textes oder eines Bildes für die Schülerzeitung ohne die Erlaubnis des Autors oder des Fotografen ist strafbar. Das Herunterladen von Musik oder Filmen bedeute Missbrauch, und das könnte teuer werden.

Auch im Netz ist das Urheberrecht geschützt. Für den Einzelnen könne auch gefährlich werden, wenn er eigene Daten und Bilder ins Netz stelle. Missbrauch sei auch hier programmiert. „Jedoch, und das zeigt die Erfahrung”, berichtete Andreas Ritter, „sind Verbote weniger wirksam als eine Erziehung zu positivem, vernünftigen Handeln.” Und dieser Aufgabe widmete sich Georg Helmes an diesem Morgen in drei Unterrichtsblöcken.

Er sprach über die rechtliche Situation im Netz sowie über Gefahren wie „Cyber-Mobbing” und das Herunterladen von Inhalten, die für Kinder und Jugendliche absolut nicht geeignet sind. Das Projekt lief im Rahmen des „Arbeitskreises Datenschutz geht zur Schule” des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftragten Deutschland und war kostenlos.
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