Rurdammweg: Brennnesseln versperren den Weg

Von: sj
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Kaum noch ein Durchkommen: DZ-Leser Otto Rosenzweig versucht, nicht die Brennnesseln am Rurdammweg zu touchieren. Foto: Johnen

Düren. Otto Rosenzweig fährt gerne Rad. Zweimal in der Woche startet der 74-Jährige mit einer Gruppe an der Haltestelle „Annakirmesplatz“ der Rurtalbahn aus zu einer Ausfahrt. Die Strecke führt den Rurdammweg entlang – und wird zum Hindernisparcours.

„Der Weg wächst im Sommer zwischen Tivolistraße und Büngelerstraße oft zu“, berichtet der Radler. Zweige, aber vor allem mannshohe Brennnesseln rücken Radfahrer und Passanten auf die Pelle.

Auf der Suche nach Abhilfe hat Rosenzweig schon mehrfach zum Telefonhörer gegriffen. Bislang ohne Erfolg. Wer ist zuständig? Der Dürener Service Betrieb? Das Ordnungsamt? Die Bauverwaltung? Oder gar das Liegenschaftsamt? „Ich wurde am Telefon immer weitergereicht“, sagt Rosenzweig, der sich hilfesuchend an die Dürener Zeitung gewandt hatte.

Nach Auskunft des Service- Betriebs, der am Montag vor Ort war, ist die Dürener Rurtalbahn für die Seite entlang des Bahndammes zuständig, die Eigentümer der Wohnhäuser für die andere Seite. Beide sollen nun von der Stadt angeschrieben und aufgefordert werden, den Weg freizuschneiden.

„Wir reagieren, wenn wir Hinweise von Dritten erhalten“, erklärt Helmut Klinkhammer vom Amt für Tiefbau und Grünflächen der Stadt Düren auf Nachfrage. Liegen Hinweise auf eine Verkehrsbehinderung vor, schaut sich ein Mitarbeiter die Situation vor Ort an und macht Bilder. „Das Bauverwaltungsamt schreibt daraufhin die Eigentümer an und fordert sie auf, innerhalb von zwei Wochen die Grünschnittmaßnahmen zu erledigen“, erklärt er.

Verstreicht die Frist, werden die Eigentümer erneut angeschrieben und darüber informiert, dass nach zwei weiteren Wochen von der Stadt eine Firma beauftragt wird, die Arbeiten auszuführen – auf Kosten der Eigentümer. „99,9 Prozent reagieren bereits auf den ersten Brief“, sagt Klinkhammer. Etwa 20 bis 25 Fälle gebe es pro Jahr. Eigene Kontrolleure habe das Amt nicht.

Generell seien Eigentümer dazu verpflichtet, Sorge zu tragen, dass Hecken und Bäume nicht Gehwege zuwachsen und den Verkehr behindern. „Bei Hecken muss bis an die Grundstücksgrenze geschnitten werden“, erklärt Klinkhammer. Beim Pflanzen sei daher darauf zu achten, ausreichend Platz zur Grundstücksgrenze einzuhalten.

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