Düren - Runter von der Straße, rein ins Studio

Runter von der Straße, rein ins Studio

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Der Anfang ist gemacht: Die Jugendlichen wollen aber weitermachen und hoffen auf ein eigenes Musikstudio.

Düren. Zum gewohnten Stadtbild gehört oft, dass Jugendliche an öffentlichen Treffpunkten ohne sinnvolle Beschäftigung zu finden sind. Etliche Vereine von Migranten setzen sich zum Ziel, diese Jugendlichen mit interessanten Projekten „von der Strasse zu holen”.

So entwickelte der Afrikanische Kulturverein die Idee, Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, selbst Musik zu machen und eigene Musikproduktionen zu realisieren.

„Unser Traum ist es, im Jugendzentrum Multi Kulti am Rudolf-Schock-Platz ein eigenes kleines Musikstudio für Jugendliche einzurichten”, sagt der Vereinsvorsitzende Jean-Pierre Sandjon.

Pilotprojekt

Dazu fehlen allerdings die finanziellen Mittel. Mit der Integrationsagentur der Evangelischen Gemeinde fand er einen Partner, der das Vorhaben aktiv unterstützt. Vom nordrhein-westfälischen Integrationsministerium erhält die Integrationsagentur 4000 Euro: Bis zum Ende des Jahres kann hiermit das Pilotprojekt „Musik führt Jugendliche zusammen” finanziert werden.

In einem kostenfreien Raum des Multi Kulti baut Musikproduzent Dirk Jungbluth nun an zwei Tagen in der Woche (mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr) sein mobiles Tonstudio auf: Vergangenen Donnerstag spielten begeisterte Jugendliche unter fachmännischer Anleitung erste coole Songs ein. Im Fortgang des Projekts möchten die Jugendlichen eine eigene CD produzieren.

Auch an einen Liveauftritt im Café International der Evangelischen Gemeinde ist gedacht. Das Projekt steht allen interessierten Jugendlichen jeglicher Nationalität offen.

Gerade Jugendliche aus Einwandererfamilien erhalten so Gelegenheit, sich in ihrer Herkunftssprache und Musik zu artikulieren. Musik überwindet auch Grenzen, sie überwindet kulturelle Unterschiede und öffnet Herzen. Soziale Eigenschaften, deren Fehlen so oft beklagt wird, werden mit dem Projekt gefördert: Initiative, Kreativität, Durchhaltevermögen, Phantasie, Disziplin und rücksichtsvolles Miteinander in einer Gruppe mit vielen verschiedenen Charakteren.

Bei erfolgreichem Abschluss des Pilotprojekts kann dem Traum nachgegangen werden, mittelfristig ein eigenes kleines Musikstudio im Jugendzentrum einzurichten.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich an die Integrationsagentur der Evangelischen Gemeinde, Winfried Simon, Peter-Beier-Platz 1, 02421/188184, Fax: 02421-188 102, E-Mail: winfried.simon@evangelische-gemeinde-dueren.de wenden.
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