Düren/Kreuzau - „Rund um Düren“: Elite-Klasse muss 2000 Höhenmeter bewältigen

„Rund um Düren“: Elite-Klasse muss 2000 Höhenmeter bewältigen

Von: Jörg Abels
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Dass das Peloton bei der 83. Auflage von „Rund um Düren“ nach 152,4 Kilometern geschlossen das Ziel erreicht, ist unwahrscheinlich. Dafür ist die Streckenführung mit schweren Anstiegen zu selektiv. Foto: Abels

Düren/Kreuzau. Die Fahrt hinauf nach L‘Alpe d‘Huez ist in der Radsportszene legendär. 1080 Höhenmeter müssen die Profis an diesem mythischen Berg der Tour de France bewältigen. Ganz so steil sind die Rampen bei „Rund um Düren“ zwar nicht.

Dass die Fahrer bei der 83. Auflage am Sonntag, 17. April, im 152,4 Kilometer langen Hauptrennen der Elite-Klasse durch die Rureifel aber nicht weniger als 1946 Höhenmeter überwinden müssen, beweist, dass der nationale Radklassiker ein äußerst selektives Rennen ist. Beim Anstieg von Zerkall nach Schmidt, aber auch beim nicht minder schweren Anstieg aus dem Kalltal hinauf nach Vossenack wird sich wieder die Spreu vom Weizen trennen, ist Ex-Radrennfahrer Sven Rehbein, zweiter Vorsitzender des ausrichtenden RSV Düren, überzeugt.

Im Vorjahr erreichten nur gut 40 der 114 gestarteten Fahrer das Ziel. Und auch in diesem Jahr rechnen die Verantwortlichen des RSV Düren nicht damit, dass das Peloton geschlossen auf die abschließenden fünf Ortsrunden in Kreuzau gehen wird, zumal kurz vor dem Ziel mit der erstmaligen Umfahrung von Straß noch ein weiterer Anstieg auf dem Programm steht.

„Rund um Düren“ ist ein klassisches Rennen für Ausreißer oder kleine Ausreißergruppen, die auf den letzten Kilometern den Sieger unter sich ausfahren. Und für so manchen ambitionierten Fahrer ist es das Sprungbrett für eine Profikarriere. Bestes Beispiel ist Vorjahressieger Silvio Herklotz, der kurz nach seinem Sieg bei „Rund um Düren“ einen Profivertrag unterschrieb.

Welches Ansehen das Rennen genießt, zeigt auch ein Blick auf die Meldezahlen. „Wir werden in der Eliteklasse wohl so viele Fahrer wie noch nie am Start haben“, kündigt Heinz Stüttgen vom RSV an. Namhafte deutsche Mannschaften wie das Team Kuota-Lotto um den Düren-Sieger 2005, Robert Retschke, aber auch ambitionierte Team aus den Niederlanden und Belgien haben gemeldet. Wer genau starten wird, entscheidet sich erst kurzfristig und hängt auch davon ab, wer noch einen Platz beim gleichzeitig stattfindenden World-Tour-Rennen „Amstel Gold Race“ erhält, erklärt Alexander Donike, Vorsitzender des RSV Düren.

Kommen wollen Ex-Bahnradweltmeister Lukas Liß und der frühere Tour-de-France-Starter Michel Koch, beide vom Team Rad-Net Rose. Sollten sie starten, gehören sie sicherlich zu den Favoriten. Das Team Düren will mit Kapitän Matthias Bertling seinen Heimvorteil nutzen und so lange wie möglich an der Spitze mitmischen. „In der C-Klasse wollen wir wieder einen Fahrer unter die Top-Fünf bringen“, betont Sven Rehbein.

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