Rund 500 Zuhörer beim Konzert des „BuJazzO”

Von: Axel Keldenich
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Soloeinsatz für den Saxophonisten des „BuJazzO” unter der Leitung von Steffen Schorn (l.) beim Konzert in Langendorf. Foto: Keldenich

Langendorf. Steffen Schorn, seines Zeichens Leiter des Jugendjazzorchesters der Bundesrepublik Deutschland, hat offenbar einen guten Draht zum Wettergott, den er schon bei der Begrüßung der Konzertbesucher im Innenhof der Burg Langendorf ansprach.

Denn auch wenn die Sonne bei herbstlichen Temperaturen nur ab und zu auf die jungen Musiker schien, blieb es immerhin trocken. So konnten sich die rund 500 Zuschauer ganz dem Genuss widmen, den ihnen die 23 Orchestermitglieder bescherten.

Das „BuJazzO”, wie es kurz heißt, besteht aus hochtalentierten jungen Künstlern, die maximal zwei Jahre mitwirken dürfen. In seltenen Fällen sind sie noch Schüler wie der jüngste Mitwirkende, der gerade 17 Jahre alt ist. Die meisten studieren jedoch Musik. Während der 24 Monate ihrer Orchestermitgliedschaft erleben sie jeweils vier erfahrene und erfolgreiche Leiter, denn diese Position wird nach jeweils sechs Monaten neu besetzt.

Abschiedsvorstellung

Für Steffen Schorn war der Auftritt in Langendorf deshalb seine Abschiedsvorstellung. Das Konzert markierte den Abschluss seiner halbjährigen Leitung. Der in der Kölner Jazzszene bekannt gewordene Schorn gehörte auch zu den Komponisten, deren Werke unter dem Motto „Auf den Spuren des Nordens” gespielt wurden. Neben den Titeln „Lost” und „in the speed mode” gehörte dazu auch das Stück „Käpt´n Blaubär”.

Hoch in den Norden führten die Kompositionen des Norwegers Geir Lysne „Aurora Bonalis” und „MB” und des Dänen Lars Möller „Folksong Nr. 1” und „New Skies”. Eine Besonderheit der Darbietungen des „BuJazzO” liegt darin, dass die drei Komponisten die Interpretationen ihrer Stücke gemeinsam mit dem Orchester erarbeitet haben. Außergewöhnlich ist auch die Besetzung mit Percussions, Tuba und Flöte.

Als letztes Stück vor der Pause stand außerdem als Hommage an Peter Herbolzheimer dessen Komposition „Just like that” auf dem Programm. Der Pionier der deutschen Jazzmusik hat das Orchester der jungen Musiker mitgeformt und viele Jahre gefördert und begleitet.

Die Zuhörer zeigten ihre Begeisterung mit lang anhaltendem Beifall für das Orchester und die vielen ausdrucksstarken Soli der einzelnen Mitglieder. Gleichzeitig belohnten sie damit auch die humorvolle Art und Weise, auf die Schorn durch die Matinee führte.
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