Düren - Rund 100 Zanders-Mitarbeiter dürfen weiter hoffen

Rund 100 Zanders-Mitarbeiter dürfen weiter hoffen

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:

Düren. Der finnische Papierhersteller M-Real hat am Dienstag seine Absicht bekräftigt, sich bis Ende des Jahres komplett aus dem Zanders-Werk Reflex an der Veldener Straße in Düren zurückziehen zu wollen.

Wie bereits im Mai bekanntgegeben, wird die seit Jahren rückläufige Produktion der Durchschreibepapiere (Zanders Autocopy) eingestellt. Ein Käufer im Rahmen des Papierpark-Konzepts für das Werk Reflex wurde für diesen Bereich nicht gefunden. Wie Zanders-Geschäftsführer Heikki Husso auf Nachfrage erklärte, habe M-Real angeboten, den rund 100 betroffenen Mitarbeitern den Übergang in eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft zu ermöglichen. Gespräche mit dem Betriebsrat dauern derzeit noch an. Husso rechnet in Kürze mit einer Entscheidung.

Nach dem im Juli gescheiterten Verkauf an die Papierwerke Lenk AG dürfen die rund 100 in der Premium-Papier-Sparte tätigen Reflex-Mitarbeiter hingegen noch auf den Erhalt ihres Arbeitsplatzes hoffen. In einer umfangreichen Börsenmitteilung, in der M-Real am Dienstag das Scheitern der Verkaufspläne für die Papierfabrik im französischen Alizay und für das Zanders-Werk in Bergisch-Gladbach bekanntgab, ist auch von aktuellen Verhandlungen über den Verkauf der Premium-Papier-Sparte in Düren die Rede. Husso sprach von „sehr guten Gesprächen” mit einem Interessenten aus der Branche, die sich in der „heißen Phase” befänden. Die Probleme, die zum Lenk-Ausstieg geführt hätten, seien bereits ausgeräumt, gab sich Husso verhalten optimistisch, den Verkauf zum Abschluss bringen zu können.

Trotz umfangreicher Restrukturierungen in den vergangenen fünf Jahren ist es M-Real nicht gelungen, die Werke in Düren und Bergisch-Gladbach in die Profitzone zurückzuführen. Das Unternehmen spricht aktuell von einem monatlichen Verlust von fünf Millionen Euro.
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