Düren - Rumpelstilzchen: Und plötzlich sind alle Kinder ganz still

Rumpelstilzchen: Und plötzlich sind alle Kinder ganz still

Von: Bruno Elberfeld
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Das Theater Mimikri war mit dem Rumpelstilzchen im Haus der Stadt: Das kleine Männlein will in dieser Szene von der Müllerstochter Marie für das Goldspinnen entsprechende Gegenleistungen. Etwa 400 Zuschauer sahen die Aufführung. Foto: Elberfeld

Düren. Etwa 400 Mädchen und Jungen mit Eltern, Erzieherinnen und Lehrerinnen erlebten im Haus der Stadt das aufregende Märchen rund um das kleine, geheimnisvolle Männlein, das am Ende als Rumpelstilzchen geoutet wird. Glitzernde Kostüme, auffällige Kleidungsstücke, Bewegungen – abgehackt oder getrippelt – animierten die große Kinderschar zum Mitmachen.

Atemlose Stille – und das ist recht selten im Kindergarten- und Grundschulalter – war für den aufmerksamen Beobachter hörbar. Das Theater Mimikri aus Hessen produzierte einen Märchenspaß für Kinder, aber auch für Erwachsene.

Mittendrin im Märchen

„Wo ist denn das Gold?“, fragte der von dem Edelmetall besessene König Konrad (Stefan Georg). Aus den vorderen Reihen des Theaters kam von Kindern prompt die Antwort: „Da, auf dem Stuhl!“

Die Kinder gingen in jeder Szene mit, fühlten sich in dem Märchen drin, traten in Aktion. Den Inhalt kannten schon viele Kinder. Doch war es mal etwas anderes, das Stück live auf der Bühne zu erleben. König Konrad lässt Müllerstochter Marie (Christiane Burkard) holen, denn ihr Vater, der Müller Matthes (Stefan Georg in einer Doppelrolle), hatte verlauten lassen, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen könne. Der König möchte prompt den Beweis.

Ein geheimnisvolles Männlein (Lili Schwerthelm) tritt am Abend zu Marie und spinnt, natürlich gegen Bares, in einem Aufwand von Lichtreflexen und dramatischen Geräuschen, das verlangte Gold. Der König ist zufrieden, möchte aber immer mehr. Das Männlein hilft Marie weiter. Doch beim dritten Mal muss Marie etwas versprechen: Ihr erstes Kind muss sie dem Männlein geben. Marie wird Königin und bekommt ein Kind, da wird der kleine Kerl vorstellig und möchte seinen „Lohn“ abholen – Marie weigert sich.

Ein Handel wird perfekt: Wenn Marie den Namen des unbekannten Helfers errät, kann sie das Kind behalten. „O wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß‘“, hörte Marie das Männlein sagen, als es dachte, es sei gänzlich alleine. Die Müllerstochter kann dem Rumpelstilzchen zu seinem Entsetzen den Namen nennen – und darf ihr Kind behalten.

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