Rütger-von-Scheven-Straße: Deutsche Invest Immobilien stellt Sanierungspläne vor

Von: Stephan Johnen
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13 Millionen Euro sollen an der Rütger-von-Scheven-Straße in die Wohnanlage investiert wetrden.

Düren. Der Zeitplan ist ambitioniert: Bis Jahresende sollen alle Wohnungen an der Rütger-von-Scheven-Straße Heizungen und neue Fenster erhalten, im Zeitraum Frühjahr 2012 bis Herbst 2013 sollen die Fassaden wärmegedämmt, die Dächer saniert und die Außenanlagen neu gestaltet werden. 13 Millionen Euro werde die Deutsche Invest Immobilien hierfür als neue Eigentümerin der Wohnanlage investieren, sagte Thomas Settelmayer, Leiter des Asset-Managements, der DZ.

Die gröbsten Missstände seien bereits in Angriff genommen worden.

Seit April sind die 276 Wohneinheiten im Besitz der DII aus Wiesbaden. Die neue Besitzerin hat die alten Probleme vom dänischen Investor „Griffin Rhein-Ruhr” übernommen: feuchte Wände, defekte und fehlende Heizungen, zugige Fenster und undichte Dächer.

„Die Wohnanlage ist über viele, viele Jahre abgewohnt worden”, beschreibt Settelmayer den Zustand. „Wir wollen viel Geld in die Anlage stecken und sie modernisieren.”

Erster Schritt sei der Einbau von Heizungen - möglichst vor Beginn der Heizperiode. Die Mieter wurden darüber schriftlich informiert, jeden Mittwoch finden seit dieser Woche in den Wohnblocks Informationsveranstaltungen statt, bei denen auch über die weiteren Sanierungspläne Auskünfte erteilt werden.

Die DII nehme Abstand davon, alle Wohnungen auf einen Schlag komplett zu modernisieren. Leerstände sollen allerdings so schnell wie möglich auf einen modernen Standard gebracht werden - Bäder inklusive.

Dies schlage sich dann auch im Mietpreis nieder. Für derzeitige Mieter sollen Preiserhöhungen nach den Arbeiten moderat ausfallen: Wohnungen, die mit einer Heizung ausgerüstet werden, kosten rund einen Euro pro Quadratmeter mehr, rechnet Settelmayer vor.

Von „konkreten Maßnahmen, die sehr ehrgeizig vorangetrieben werden”, spricht Dürens Sozialamtsleiter Christian Sanfleber. „Ein Projektbüro ist vor Ort, die Mieter werden einbezogen”, lobt der Amtsleiter, der die Sanierung der in der Vergangenheit auch von seinen Amt oft beanstandeten Wohnungen begrüßt.

„Für einen Teil der Anwohner wird die Sanierung dazu führen, dass sie die Miete nicht mehr zahlen können”, mutmaßt Sanfleber. Derzeit seien über 50 Prozent der Mieter Empfänger von Sozialleistungen.

Der abgestufte Sanierungsplan zeige, dass ein „radikaler Austausch der Mieter” nicht gewünscht sei. Auch habe das Sozialamt angeregt, sich um Förderprogramme zu bemühen, um die Kosten zu reduzieren.

Eine Sanierung könne von einem Investor wohl kaum zum Nulltarif erwartet werden, sagt Sanfleber. Im unteren Preissegment werde es in Düren jedoch für Sozialleistungsbezieher in Zukunft schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden.

„Wir müssen uns im Kreis Düren überlegen, ob wir darauf reagieren und die Grenze für Mietkosten anheben”, sagt Sanfleber. Rechtlich sei dies möglich.

Derzeit zahle die öffentliche Hand für Einpersonenhaushalte maximal 260 Euro inklusive Nebenkosten.

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