Rückstellung bei Stadtwerken trübt das gute Jahresergebnis

Von: Fred Schröder
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Düren. Obwohl es einen Ergebniseinbruch zu verkraften gab, sehen sich die Stadtwerke Düren (SWD) im vergangenen Geschäftsjahr gut behauptet. Diese Bilanz hat SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke am Donnerstag vor Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung gezogen.

„Trotz ständig steigendem Wettbewerb bei Strom und Erdgas haben wir unseren Marktanteil im Haushaltsbereich auf hohem Niveau behauptet”, so der Geschäftsführer.

Die Stadtwerke steigerten ihren Umsatz von 155,4 auf 162,3 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 4,4 Prozent. Die Gründe für die Umsatzsteigerung werden in einer deutlichen Anhebung des Wärmeabsatzes im Frühjahr 2008 sowie in einem insbesondere beim Erdgas höheren Preisniveau gesehen.

Trotz Umsatzplus trübt ein Minus von 6,6 Millionen Euro das Ergebnis, das um 13,7 Millionen Euro unter dem Vorjahrswert liegt. Grund ist eine vorsorglich gebildete Rückstellung von 13,5 Millionen Euro als Reaktion auf ein BGH-Urteil.

Danach müssen die Energieversorger mit eigenen Netzen damit rechnen, dass sie einen Teil der von anderen Versorgern kassierten Netzentgelte zurückzahlen müssen.

Die SWD haben 20 Monate auf die Genehmigung ihrer Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur warten müssen und sehen Mitte des Jahres der konkreten Berechnung entgegen. Sollten die Stadtwerke von ihren Geschäftspartnern bis dahin zu hohe Preise für die Nutzung der Netze verlangt haben, müssen sie den Mehrerlös zurückerstatten.

Ungeachtet dessen haben die Stadtwerke Düren 2008 rund fünf Millionen Euro in die Sicherung der Versorgungsleitungen investiert. Durch regelmäßige Auftragsvergabe in die Region will man zur Sicherung der Arbeitsplätze beitragen.

Die Zahl der SWD-Arbeitsplätze blieb mit 256 konstant. Darunter befinden sich 22 Auszubildende. Ein Ausbildungsplatz musste „wegen des Fehlens geeigneter Bewerber” unbesetzt bleiben.
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