Düren - Rückspiel: Evivo erwartet Friedrichshafen

Rückspiel: Evivo erwartet Friedrichshafen

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Sie wollen unbedingt das dritte Viertelfinalspiel gegen den VfB Friedrichshafen erzwingen: Evivos Zuspieler Tomas Kocian und Diagonalangreifer Sebastian Gevert setzen auf Sieg. Foto: Jansen

Düren. Es sind die Kleinigkeiten, die einen Satz oder ein Spiel entscheiden können. „Wir waren in Friedrichshafen nicht die vier oder fünf Punkte schlechter“, sagt Tomas Kocian. Und Tim Elsner nickt. Der Zuspieler und der Außenangreifer des Volleyball-Bundesligisten sind einer Meinung: „Am Bodensee war vergangenen Samstag im Hinspiel des Viertelfinales für uns mehr drin, als es die drei verlorenen Sätze (20:25, 20:25, 19:25) aussagen.“

Da gab der Schiedsrichter einen Ball für den VfB und nicht für Evivo. Deshalb verkürzte der Gast nicht auf 15:17, die Hausherren führten 18:14. Weil sie dann auch bei diesem Spielstand ihre Aufschlagstärke eindrucksvoll mit einem Ass unter Beweis stellten, zogen die Häfler auf 19:14 davon. „Fünf Punkte holst du gegen den VfB nicht mehr auf.“ Und wenn dann die Mannschaft von Stelian Moculescu weiter mit ihren gefürchteten Aufschlägen Dürens Annahme unter Druck setzt, geht selbst ein Fünf-Punkte-Vorsprung Evivos verloren.

Eben diese Aufschläge des VfB Friedrichshafen dürften auch am Samstagabend im Rückspiel der ausschlaggebende Faktor sein: „Sie sind der Schlüssel zum Erfolg. Wenn wir sie neutralisieren können, steigen unsere Chancen, mit einem Sieg auszugleichen und das entscheidende dritte Spiel zu erzwingen“, stellt Dürens Coach Michael Mücke nüchtern und emotionslos fest.

Evivos Trainer hat in dieser Woche entsprechend das Training gestaltet. Aufschlag und Annahme standen im Mittelpunkt, aber natürlich auch andere Elementen wie Angriff oder Block.

Allerdings plagte sich der eine oder andere von Mückes Schützlingen mit körperlichen Beschwerden. Tim Elsner beispielsweise verbrachte seine Zeit weniger in der Halle als eher auf einem stillen Örtchen: „Donnerstag waren aber wieder alle Spieler an Bord“, freute sich der Coach, der nicht nur im Training feststellte, dass seine Jungs vor Ehrgeiz brennen: „Sie wollen unbedingt wie im Pokalviertelfinale gegen den VfB gewinnen und doch noch das dritte Spiel am Mittwoch in Friedrichshafen bestreiten.“

Dass dürfte vor allem auch vor dem Hintergrund ein schwieriges Unterfangen darstellen, als der Gast in der Regel in den entscheidenden Momenten einer Saison seine besten Leistungen abruft. „Die haben, wie sie selbst sagen, vor der Play-off-Runde den Resetknopf gedrückt“, sagt Mücke.

Dürens Coach geht nach den Querelen beim VfB, die in der Trennung von Annahmespieler Idi gipfelten, davon aus, dass Trainer und Verein die Mannschaft auf das Halbfinale regelrecht eingeschworen haben: „Halbfinale bedeutet Europa. Und stell‘ dir eine Saison ohne einen VfB in einem europäischen Wettbewerb vor. Das ist aus Friedrichshafener Sicht ein absolutes No-Go.“ Folglich wird der VfB bereits am Samstag ab 19.30 Uhr den Einzug in die Runde der letzten vier Teams klar machen wollen. Düren setzt seine zumindest seine ganze Leidenschaft dagegen - und seine Fans: „Ich hoffe, dass die Halle aus den Nähten platzt“, wünscht sich Mücke.

Unterstützung erhalten die Evivos auch von den Samba-Trommlern der Gruppe „Pés Quentes“ aus Düren. Brasilianische Rhythmen sollen Evivo einen zusätzlichen Motivationsschub geben.

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