Düren - Rückblick ins Leben der Juden in Düren

Rückblick ins Leben der Juden in Düren

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Bürgermeister Paul Larue (v.l.n.r.), Dr. Achim Jaeger, Claudia Latotzki und der Vorsitzende des Dürener Geschichtsvereins, Dr. Helmut Irmen, bei der Buchpräsentation im Rathaus. Foto: Stadt Düren

Düren. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Gürzenich und deren Synagoge von 1905/06 ist Thema einer jetzt neu veröffentlichen Publikation aus dem Verlag des Dürener Geschichtsvereins.

Der Dürener Historiker und Geschichtslehrer am Stiftischen Gymnasium, Dr. Achim Jaeger, sowie der inzwischen verstorbene Mitarbeiter des Dürener Stadt- und Kreisarchivs, Friedel Gaspers, informieren in dem Buch über das Leben der jüdischen Gemeinde bis zum November 1938 im heutigen Dürener Ortsteil und geben vor allen Dingen einen umfassenden Überblick über den bisherigen Kenntnisstand der Forschungen zur Geschichte der Synagoge.

Bis zum Jahr 1938 befanden sich im Bereich des damaligen Kreises Düren noch acht Synagogen, in denen die ortsansässigen Juden ihren Gottesdienst feierten. Zu den beiden Gotteshäusern im heutigen Stadtgebiet von Düren gehörten die Synagoge in der Schützenstraße sowie die kleinere Synagoge in Gürzenich.

Der Anlass, in eine intensivere Forschung über die Geschichte des Gotteshauses einzusteigen, war ein glücklicher Zufall“, berichtete Dr. Achim Jaeger bei der offiziellen Buchvorstellung. Friedel Gaspers und er hatten 1998 im Stadtarchiv diverse Bauakten der Gürzenicher Synagoge wiederentdeckt, die in den Archivakten des Amtes Birgel verzeichnet waren. Nicht ungewöhnlich, gehörte doch die ehemalige Gemeinde Gürzenich bis zur kommunalen Neugliederung im Jahr 1972 zum Amt Birgel.

Gemeinsam studierten beide die vorhandenen alten Bauakten sowie Karten und recherchierten in alten Zeitungen. „Gespräche mit Zeitzeugen waren eine weitere hilfreiche Unterstützung.“, betont Dr. Achim Jaeger, dem bei seinen Forschungsarbeiten insbesondere auch die Gürzenicherin Marlene Loevenich mit Rat und Tat zur Seite stand.

Schnell zeigte sich, dass die Fülle an Informationen zur Gürzenicher Synagoge den Umfang eines Aufsatzes, wie denen der Dürener Geschichtsblätter, übertraf. So entstand die Idee, gemeinsam mit dem Dürener Geschichtsverein e.V. und der Dürener Fotografin Claudia Latotzki, die Ergebnisse der Nachforschungen in einem Buch zu veröffentlichen. Unterstützung erhielten sie von der gemeinnützigen F.-Victor-Rolff-Stiftung.

Der jetzt erschienene Bildband enthält neben vielen interessanten Informationen zum jüdischen Gemeindeleben in Gürzenich auch historische Fotografien, Skizzen und Landkarten. Das Buch ist für alle Interessierten zum Preis von 9,90 Euro im Dürener Buchhandel erhältlich.

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