Hambach - „Rotary-Club“ Düren feiert 60-jähriges Bestehen

„Rotary-Club“ Düren feiert 60-jähriges Bestehen

Von: Bruno Elberfeld
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Mit vielen Gästen und mit Damen feierte der RC Düren auf Burg Obbendorf sein 60-jähriges Bestehen. Foto: Bruno Elberfeld

Hambach. Die Mitglieder des „Rotary-Clubs“ Düren blickten während einer Feier auf Burg Obbendorf auf den 7. Mai 1956 zurück. Damals fand die Gründungsversammlung des Clubs statt. Genau 60 Jahre später wurde das diamantene Jubiläum mit Würde, Gelassenheit, Freude und einer guten Prise Aufbruchsstimmung gefeiert.

Solche oder ähnliche Worte und Gedanken konnte man den Gesprächen und Reden während des Festes entnehmen.

Der amtierende Präsident des Rotary-Clubs Düren, Johannes Lambert, begrüßte illustre Gäste aus der Rotarier-Szene des In- und Auslandes sowie Vertreter befreundeter Lions-Clubs. District-Governor Jörg Dienenthal war der Einladung nach Burg Obbendorf gefolgt, ebenso Persönlichkeiten der befreundeten Clubs aus Calais (Frankreich), Seraign (Lüttich) und Heerlen (Niederlande).

Der Chronist der Rotarier Dürens, Dr. Heinz Seeger, unterstrich in seiner Festrede die Bedeutung der freundschaftlichen Beziehungen mit Clubs aus ehemals verfeindeten Nachbarländern. Sie hätten dazu beigetragen und trügen auch zukünftig dazu bei, sagte Seeger, das „Makroziel eines vereinigten Europas“ zu erreichen.

Der Chronist schlug in seiner Rede einen Bogen von der Gründung 1956 über den Aufbau Deutschlands und Europas, das allmähliche Zusammenwachsen Europas von zunächst sechs „EWG-Ländern“, Frankreich, Italien, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Deutschland zur heutigen Europäischen Union, zu einer von vielen angestrebten politischen Gemeinschaft von 28 europäischen Staaten, die zurzeit jedoch durch nationale Alleingänge, wirtschaftliche Verwerfungen und aufkommende Egoismen vor einem möglichen Ruin steht.

Seeger rief die Rotarier dazu auf, sich wieder auf alte Werte zu besinnen. Er rückte die rotarische Idee des Dienens „Serve above all!“ in die Mitte und forderte dazu auf, vor den Katastrophen dieser Welt nicht einzuknicken, sondern sie in den Griff zu kriegen. Seeger untermauerte seine Gedanken mit großen Europäer aus der Vergangenheit – Homer, Dante, Kant und Rousseau, Beethoven und Tschaikowski, Kepler und Einstein, um nur einige zu nennen. „Mit dem Rückblick“, beendete Dr. Heinz Seeger seine Rede, „verbindet sich der Ausblick, der verpflichtet.“ Mut, gepaart mit Visionen und Solidarität, würden auch in Zukunft diese Welt ein bisschen besser machen. Und die Rotarier nahmen den Satz von Kavi Ravindran, Präsident Rotary International 2015/16, mit auf den Heimweg: „Sei ein Geschenk für die Welt!“

Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU) bedankte sich bei den Rotariern für die finanzielle Unterstützung des Wiederaufbaus des Abenteuerspielplatzes, der im Sommer 2007 abgebrannt war, und das Sponsoring eines Sprachkurses der VHS für Flüchtlinge.

Professor Manfred Schnabel gab als „Einlage“ zur Suppe einen Text von Tucholsky zum Besten. Die Feier wurde musikalisch begleitet von vier Posaunen, dem Helios-Quartett. Die Studenten und Absolventen der Musikhochschule Köln spielten Richard Wagners „Einzug der Gäste“ (aus der Oper Tannhäuser), „tico tico“ von Zequinha de Abreu“, Gabrielis „Canzon quarta a quarto“ und den „Waltz No. 2“ von Schostakowitsch.

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