Romantische Ölgemälde im Dürener Tor von Margarete Müthrath

Von: Bruno Elberfeld
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Margarete Müthrath stellt im Dürener Tor in Nideggen romantische Gemälde aus. Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen. „O, ist das schön!“ Eine Dame – offenbar in Begleitung einer Freundin zeigt sich nach dem mühsamen Aufstieg über die zahllosen Stufen im Dürener Tor in Nideggen – positiv überrascht. Ihre Begleiterin, noch etwas hinter Atem, stimmt in das Lob ihrer Vorrednerin ein: „Ja, das ist mal was anderes.“

Es stimmt. In dem uralten Gemäuer haben in den letzten Jahren nur selten Ölgemälde in schweren Rahmen mit dieser speziellen Ausdruckskraft gehangen. Der Betrachter fühlt sich in das 19. Jahrhundert, in die Romantik, rückversetzt, als die Maler auf Exaktheit und Detailtreue Wert legten, ohne dabei fotografische Eindrücke hinterlassen zu wollen.

Blumen im Mittelpunkt

Der Hintergrund der Bilder war – und so ist es auch bei Margarete Müthrath aus Gürzenich – in seiner schummrigen Dunkelheit geheimnisvoll. Der Mittelpunkt der Betrachtung erscheint meist in kräftigen Farben. Um diese Mittelpunkte geht es, alles daneben und dahinter ist scheinbar unwichtig und soll nicht ans Tageslicht.

Im Mittelpunkt stehen bei der Ausstellerin an vorderster Front Blumen aller Couleur. Sie stecken in Vasen oder Töpfen, neben ihnen alte Bücher, abgelegt, um in Ruhe die Blumen genießen zu können. Einige kleinformatige Bilder zeigen idyllische Szenen aus der Welt der Tiere: eine Kätzin im Spiel mit ihren Jungen, ein Hühnerhof mit Hahn und eine Glucke, die ihre Küken bewacht.

Dazwischen hängen größere Gemälde, im Focus der Mensch: der Lautenspieler, eine Ballerina, schön anzusehen in ihrer Bewegung, „Die Lesende“, eine Hommage an Jean Honoré Fragonard und eine Hommage an die Frauen dieser Welt, denn Lesen, so wird immer wieder gesagt, sei weiblich.

Ihre Kunst braucht Zeit

Für ein Gemälde, so erzählt die Künstlerin, brauche sie lange, bis zu zwei Monaten und länger. Tritt der Betrachter an die Werke heran, so kann er nachvollziehen, warum. Da sitzt ein Blütenblatt akribisch wie das andere, die Schnurrbarthaare der Katze lösen sich vom Hintergrund, eine Geduldsarbeit, verbunden mit großem Können.

„Malen schiere Freude“

Dieses Können haben ihr der eine oder andere „Meister“, bei dem Margarete Müthrath im Laufe der Jahre Malerei auf vielfältige Art studiert hat, immer wieder attestiert, in Diplomen und persönlichen Worten. „Sie können malen“, hat sie oft gehört, und es macht sie ein wenig stolz.

„Das Malen ist für mich schiere Freude“, drückt Margarete Müthrath ihre Beweggründe aus, „und ich möchte den Menschen diese Freude vermitteln.“ Die Probleme sollen sie draußen vor der Türe lassen. Begrüßung und Einführung in Leben und Werk der Malerin hatte Hans Rövenich, zweiter Vorsitzender des Kunst- und Museumsvereins Nideggen, übernommen. Die Bilder sind bis zum 12. Oktober mittwochs von 14 Uhr bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 Uhr bis 18 Uhr zu sehen.

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