Niederau - Rolf Seel setzt sich gegen seinen Herausforderer durch

Rolf Seel setzt sich gegen seinen Herausforderer durch

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
Rolf Seel (l.) ist wieder CDU-
Rolf Seel (l.) ist wieder CDU-Direktkandidat. Herausforder Thomas Floßdorf gratulierte. Foto: sj

Niederau. Überrascht wirkte Rolf Seel am Mittwochabend zu vorgerückter Stunde nicht, als der CDU-Kreisparteivorsitzende Thomas Rachel (MdB) das Votum der 317 Parteimitglieder bekanntgab: 174 sprachen sich für Rolf Seel (Drove) aus, 143 für den Herausforderer Thomas Floßdorf (Düren).

Damit geht der 59-Jährige zum fünften Mal als Kandidat seiner Partei in den Landtagswahlkampf. „Wir haben heute gesehen, wie gut wir mobilisieren können. Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, den Wahlkreis Düren II/Euskirchen II für die CDU direkt zu gewinnen”, appellierte Seel an alle Parteimitglieder, ihn uneingeschränkt zu unterstützen.

Während der designierte Dürener Stadtverbandsvorsitzende Thomas Floßdorf (35) in seiner Vorstellungsrede seine Pläne für die Jugend-, Schul- und Finanzpolitik skizzierte und die Einheit von „Kommunalparlamenten, Bürgermeistern und Abgeordneten” beschwor, blickte Seel auf 17 Jahre Landtagsarbeit zurück, „die Türen öffnen und Fördermittel in den Wahlkreis holen kann”.

In einer zum Teil sehr emotionalen Rede rechnete der Finanzpolitiker mit der rot-grünen Landesregierung ab. Sehr emotional war auch der Schluss seiner Vorstellung. Die CDU im Wahlkreis sei bislang sehr gut damit gefahren, Mandate „über Stadt und Land zu verteilen”, sagte Seel. „Der ländliche Raum muss weiter gleichberechtigt am Tisch sitzen”, sprach sich Seel indirekt gegen eine Ämteransammlung in der Stadt Düren aus.

„Thomas Rachel forderte vor zwei Wochen Kontinuität, als er mich bat, weiter als Schatzmeister der Kreis-Partei zur Verfügung zu stehen”, hob Seel hervor. „Gerade bei der heutigen Wahl ist Kontinuität gefragt”, griff er Rachels Argumentation auf und schloss mit dem Slogan der CDU-Bundestagswahl von 1957 : „Keine Experimente!”

„Ich wusste bis Dienstag nicht, wie die Mobilisierungskampagne läuft”, sagte Rolf Seel nach seiner Wahl zum Direktkandidaten. Die Nacht zum Mittwoch habe er aber wieder gut geschlafen. „Es ist schwer, die Eifeler in Bewegung zu setzen”, sagte Seel. Die Frage der Mobilisierung habe er wohl für sich entschieden. „Ich habe gehört, dass alleine 97 Kreuzauer hier sind”, sagte Seel, der auch weiß, dass „solche Veranstaltungen eine Eigendynamik haben können”.

Das erfuhr sein Herausforderer Thomas Floßdorf, der sich ebenfalls Chancen ausgerechnet hatte. 160 Dürener CDU-Mitglieder waren in den Winkelsaal von Schloss Burgau gekommen. „17 Dürener sind mir nicht gefolgt”, bilanzierte Floßdorf nach der Wahl. „Das ist ärgerlich. Aber das ist so.” Er sei optimistisch gewesen, die Wahl zu gewinnen, doch die Mitglieder entschieden anders.

„Man ist nicht untergegangen”, blickt Floßdorf auf sein Ergebnis und sprach von „einem kraftvollen Wahlauftakt”. Rolf Seel zollte seinem Herausforderer Respekt. Das „gute Verhältnis” zu Thomas Floßdorf wolle er bewahren: „Unser gemeinsames Ziel ist der Regierungswechel.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert