Ritter und Piraten zeigen, wie sie lebten

Von: ng
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Bewaffnet und kampfbereit geben sich die Ritter im Brückenkopf-Park. Epochen der Weltgeschichte können Besucher beim Epochen- und Historienfest erleben. Foto: Privat

Jülich. Zu einer Reise in die Vergangenheit können Besucher des Brückenkopf-Parks in Jülich am Pfingstsonntag und Montag aufbrechen. Zum 6. Mal startet am Apfelquadrat des Parks das Epochen- und Historienfest.

Den Herzogstädtern bietet sich die Möglichkeit einzutauchen in eine längst vergangene Zeit und in die verschiedensten Epochen der Weltgeschichte. Historisches Leben kann hautnah miterlebt werden, versprechen die Veranstalter.

Die Zeitreise können Besucher beispielsweise im antike Rom starten: Die XV Legio Primigenia präsentiert innerhalb ihres Zeltlagers den militärischen Alltag. Im Lager verfolgen sie das Waffentraining und Exerzieren. Die „Epochenwanderer” lernen das Leben der alten Römer aus verschiedenen Blickwinkeln kennen. So auch die Zubereitung von Mahlzeiten: Wie in alten Zeiten wird Getreide mit der Basalthandmühle gemahlen und das Brot auf einem Legionsziegel gebacken.

Geschichte zum Anfassen hat das Wikingermuseumszelt im Angebot. Zu sehen ist in diesem mobilen Museum eine Sammlung frühmittelalterlicher Helme aus nordischen und osteuropäischen Gefilden, zudem Waffen, Seekisten und Schilde.

Alltag der Wikinger

Wie der Alltag der helmetragenden Nordmänner aussah, davon können sich die Besucher anschließend im Wikingerlager ein Bild machen: Hier steht Bogenschießen, Axtwerfen und Schaubacken auf dem Programm. Natürlich gibt es auch Wikingerspiele, an denen die Besucher teilnehmen dürfen. Den alten Kelten bei der Woll- und Lederverarbeitung, beim Töpfern, Brettchenweben oder bei der Herstellung von Schmuck über die Schulter schauen, dazu haben Parkbesucher in einem keltischen Handwerkslager Möglichkeit. Einen weiteren Halt auf der abenteuerlichen Zeitreise ist in der Zeit der Hunnen, einem asiatischen Nomadenvolk, das im 4. und 5. Jahrhundert in den Westen vordrang, zu empfehlen. Bei einem Epochenfest dürfen natürlich Darstellungsgruppen aus dieser Völkerwanderungszeit nicht fehlen. Verschiedene Völkerstämme tummeln sich im Park in typischen Gewändern.

Für Aufregung sorgt der Ritter vom Drachenfeld vom Clan der Mcdonald´s. Er entführt die Besucher ins spannende und sagenumwobene Hochmittelalter des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation.

Drachenfüttern und Geisterjagd

Der Ritter bereichert das Epochenfest im Park mit einer „Kinderbelustigung”: Auf dem Programm stehen unter anderem Drachenfüttern, Geisterjagen und Hufeisen werfen. Wer dagegen ein Burgfräulein bezirzen möchte, kann der Holden hübschen Perlenschmuck basteln. Neben Rittern tummeln sich aber auch die Filii Coloniae, Ministerialis und das Heerlager Lovania ad Colonia in der hochmittelalterlichen Epoche im Park. Nach dem Abstecher ins finstere Mittelalter, in dem die Epochenwanderer Ritterkämpfe bestaunen durften, können Besucher die Piraten der Karibik persönlich treffen. Seefahrer und Freibeuter lassen einen Blick in ihr aufregendes Leben zu. Rauhe Seebären erzählen von ihren Abenteuern und den erbeuteten Goldschätzen. Mongolische Jurte informieren in einem Schauzelt mit Handwerksvorführunge

n über ihr Leben. In einem Beduinenlager kann die orientalische Lebensart selbst erlebt werden.

Auf den amerikanischen Kontinent, in die Gegend der Rocky Mountains, reist der Stamm der Blackfoots gemeinsam mit dem Parkpublikum. Erleben kann man dort Indianische Tänze, Riten und das Leben in Tipis. Auch von den Konflikten der „Rothäute” mit den weißen Kolonisten kann man sich ein Bild machen. Ein Abstecher in die jüngere amerikanische Geschichte bietet sich ebenfalls an: Nord- und Südstaaten-Soldaten stellen Szenen aus dem blutigen Bürgerkrieg dar.

Das Fest im Park beginnt an beiden Tagen um 10 Uhr. Für die Kinder findet ein Historienquiz statt: So ist garantiert, dass sich die jungen Besucher intensiv mit den verschiedenen Epochen und Darstellern beschäftigen. Der Eintritt beträgt 6 Euro für Erwachsene, 3,60 Euro für Kinder. Dauerkartenbesitzer zahlen 1,50 Euro.
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