Ringerclub Merken scheitert an der Lobby des KSV Witten

Von: Sebastian Adriany
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War aus der Sicht des Mattenleiters zu passiv: RC Merkens Alexander Kleer (rot) unterlag gegen Wittens Ufuk Canli. Foto: Adriany

Merken. 3:25. Das Ergebnis in der 2. Ringer-Bundesliga West zwischen dem Ringerclub Merken und dem KSV Witten liest sich deutlich. Die Dominanz der ungeschlagenen Wittener, die ihren Meistertitel so gut wie sicher haben, war auch überhaupt nicht zu leugnen.

Doch, dass die Merkener nur drei Punkte errungen haben, schien laut Merkener noch einen Grund zu haben: „Der Mattenleiter hat den Favorit auch noch bevorteilt“, fasste es Alexander Kleer zusammen. In seinem Kampf gegen den NRW-Meister Ufuk Canli hagelte es für Kleer mehrere Passivitätsverwarnungen, obwohl der Wittener selbst kaum Aktivität zeigte. Kleer glich in der letzten Sekunde zum 2:2 aus. Sein Arm wurde auch als Sieger des Kampfes in die Höhe gestreckt. Doch der Mattenleiter hatte sich vertan. Aufgrund der mehr gegebenen Passivitätsverwarnungen verlor Kleer.

Andreas Enns, der sich vorgenommen hatte, keinen Kampf mehr bis zum Saisonende zu verlieren, wurde vor Kampfbeginn geschockt. Er hatte mit drei verschiedenen Gegnern gerechnet. Aber nicht mit dem Vizeolympiasieger von 2008, Mirko Englich, Trainer der Wittener und seit diesem Jahr im Ruhestand. „Ich war motiviert, hab auf seine Kopfklammer aufgepasst, aber gegen diese Klasse kannst du nicht gewinnen“, berichtet Enns.

Vielfach packte Englich ihm in den Nacken. Enns Kopf ging dadurch runter und der Merkener wurde mehrfach vom Mattenleiter in die Bodenlage geschickt, weil er nicht aufrecht rang. „Wofür trainiere ich denn so oft. Und Mirko entschuldigt sich bei mir im Kampf auch noch und sagt ‚Tut mir leid, das ist meine Lobby‘“, sagte Enns wütend.

Die eklatante Einseitigkeit der Entscheidungen fand seinen Höhepunkt in der ersten Saisonniederlage von Dominik Etlinger. Gegen Wittens Ibro Cakovic führte er zur Kampfmitte mit 4:0 technischen Punkten. Und das, obwohl sein Gegner mit allen Tricks arbeitete. „Sein Gegner hat nicht griechisch-römisch gerungen. Er hat Distanz gehalten und dann unterhalb der Hüfte gegriffen. Das ist Freistil und nicht erlaubt“, berichtet Kleer. Nach der Pause bekam Etlinger diverse Passivitätsverwarnungen, wodurch er fünfzehn Sekunden vor Ende in Rückstand ging und auch noch zu Boden musste. Zwei Sekunden vor Ende durfte er zwar wieder hoch, doch da war der Kampf gelaufen.

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