Merken - Ringen: Merkens Trainer trotz Aufholjagd enttäuscht

Ringen: Merkens Trainer trotz Aufholjagd enttäuscht

Von: Sebastian Adriany
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Der spektakulärste Wurf des Abends: Im griechisch-römischen Stil bis 61 Kilogramm wirft Merkens Veaceslav Mamulat (rot) Riegelsbergs Kevin Müller für die Höchstwertung von fünf Punkten. Foto: Adriany

Merken. Nach dem Kampf war der Jubel in der Mehrzweckhalle in Merken groß. Dominik Etlinger, Neuzugang beim Zweitligisten RC Merken, hatte gerade technisch überlegen mit 4:0 gegen Andrej Kurockin, seinem Kontrahenten vom KV Riegelsberg, gewonnen.

Mit diesem Sieg holte der Ringerclub in der Zweiten Bundesliga einen 11:15-Rückstand auf und teilte sich mit dem saarländischen Konkurrenten die Punkte.

Doch Merkens Trainer Tim Nettekoven war nicht in ausgelassener Feierstimmung: „Ich bin eher enttäuscht, als das ich zufrieden bin.“ Der gleichen Meinung war Merkens Ringer Kai Stein: „Wir hatten uns vor dem Kampf zwei Punkte ausgerechnet. Zu Hause musst du Riegelsberg eigentlich schlagen.“

Das gelang den Merkenern aber nicht. Mit ein Grund dafür war es, dass nur vier von zehn Kämpfen gewonnen wurden.

Für die Zuschauer war aus Merkener Sicht Veaceslav Mamulat der Mann des Abends. Von seinem großen Bruder, der bis zur vergangenen Saison in Merken rang, war man Woche für Woche spektakuläre Würfe gewohnt. Genau diese durfte das Merkener Publikum von Veaceslav am Samstag sehen. Gegner Kevin Müller wurde dreimal erfolgreich von Mamulat geworfen. Dafür gab es zwei Viererwertungen und einmal die Höchstpunktzahl von fünf Zählern.

Für Trainer Nettekoven war aber Kai Stein der Akteur des Abends. Zwar verlor Stein seinen Kampf gegen Marius Braun mit 0:2, aber das war für Merkens Coach Gold wert: „Kai hat gekämpft wie ein Löwe. Seine kämpferische Einstellung war bombastisch.“

Stein, der eigentlich griechisch-römisch bis 75 Kilogramm ringt, ging für den RC in der 86-Kilogramm-Klasse an den Start. „Mein Gegner war körperlich stark. Ich komme über die Physis und habe hinten raus gemerkt, dass mein Gegner vorher Gewicht abgekocht hat“, erklärt Stein. Das bedeutet, dass Riegelsberg Marius Braun normalerweise mehr als 86 Kilogramm wiegt und vor dem Kampf abnehmen musste. Wäre Stein nicht zu Beginn in einen Armzug Brauns gelaufen, hätte er den Kampf vielleicht sogar gewonnen.

In welcher Gewichtsklasse Stein am kommenden Samstag in Witten ringt, weiß er noch nicht: „Ich ringe dort, wo der Trainer mich aufstellt.“

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