„Rheinlandtaler“: Heimatforscher wird ausgezeichnet

Von: Fred Schröder
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Ralph Becker wurde vom Landschaftsverband Rheinland ausgezeichnet. Bürgermeister Heinrich Göbbels (links) und Landrat Wolfgang Spelthahn (rechts) sowie Anne Henk-Hollstein (2.v.r.) gratulierten. Foto: Schröder

Langerwehe. Die Gemeinde, ihre Menschen und deren Geschichte und Geschichten liegen ihm am Herzen: Mit dem „Rheinlandtaler“ hat der Landschaftsverband Rheinland die umfangreichen und sehr aufwendigen Forschungsarbeiten von Ralph Becker zur Historie seiner Heimatgemeinde Langerwehe gewürdigt.

Die Feier fand „an einem geschichtsträchtigen Ort der Kulturhauptgemeinde Langerwehe“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, im Töpfereimuseum statt. Überreicht wurde die Auszeichnung von Anne Henk-Hollstein, der stellvertretenden Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland.

Aus gutem Grund habe er darum gebeten, die Feierstunde „an diesem wahrlich historischen Ort und diesem Kulturdenkmal durchzuführen“, betonte Ralph Becker in seinen Dankesworten, die er mit dem flammenden Appell schloss: „Haltet dieses Museum in der Hand der Gemeinde“. Die Verdienste, die sich Ralph Becker als begeisterter Heimat- und Ahnenforscher um Langerwehe erwarb, listete umfänglich die Laudatorin Anne Henk-Hollstein auf.

Becker selbst („Über 30.000 Urkunden haben wir abgeschrieben“) hob die Unterstützung seiner Ehefrau Jutta und zahlreiche rFreunde hervor. Besonders stolz zeigte er sich zu seinen Forschungsergebnissen um die Geschichte des Judenhofes (heute Ölmühle) und der früheren Burg Luchem.

In Langerwehe geboren und in Luchem aufgewachsen, begann der 66-jährige mit seinen Forschungen, als ihm sein Vater einen Familienstammbaum überließ. Orts- und familiengeschichtliche Erkenntnisse verarbeitete er zu einer im Eigenverlag heraus gegeben Ortschronik von Luchem, arbeitete im Landesarchiv lagernde Bestände durch und legte einen weiteren Schwerpunkt seiner Forschung auf die jüdische Geschichte in Langerwehe. Archivalien der Gemeinde und der Pfarre St. Martin wurden durchgearbeitet und bilden die Grundlage für Rekonstruktionen und Veröffentlichungen über historische Gebäude und ihre Besitzer.

Auszeichnung verdient

„Diese Arbeit kann ein Mensch normalerweise nicht leisten“, gratulierte Bürgermeister Heinrich Göbbels (CDU) im Namen der Gemeinde „zu der Auszeichnung, die er wahrlich verdient hat“. Diese Auszeichnung, so Landrat Spelthahn, trage zum bewussten Wahrnehmen der örtlichen Gegebenheiten bei. „Geschichte ist ein lebendiger Prozess und fordert den Menschen auf, damit sorgsam umzugehen und der Vorfahren ehrenhaft zu gedenken“, sagte der Landrat weiter.

Der Landschaftsverband Rheinland hat im Jahr 1976 den „Rheinlandtaler“ gestiftet. Er wird vergeben an Persönlichkeiten, die sich um die Förderung und Pflege der rheinischen Kulturlandschaft in besonderer Weise verdient gemacht haben. In der Vergangenheit wurden bereits mehrere Bürger aus dem Kreis Düren und auch aus der Gemeinde mit dem „Rheinlandtaler“ ausgezeichnet.

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