„Rettet den Rursee” erfährt weiteren Zuspruch

Von: Franz Sistemich
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Noch drehen sich die Windräde
Noch drehen sich die Windräder zwischen Strauch und dem Waldgebiet Buhlert, aber diese Räder, die Wiesen und der Wald im Hintergrund müssten dem Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerkes weichen. Foto: Berners

Schwammenauel. Rund eine Woche, nachdem die Bürgerinitiative „Rettet den Rursee” ihre gleichnamige Internetseite freigeschaltet hat, haben fast 8300 Besucher die Seite der Gegner des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes am Rursee angeklickt. Dies sagte Christoph Pranter aus Vlatten, der Verantwortliche für diese Seite, unserer Zeitung auf Nachfrage.

Doch es gibt auch noch andere Zahlen, die die Initiatoren der Bürgerinitiative zufrieden stimmen: Über 1250 Männer und Frauen haben sich bei der überparteilichen BI angemeldet. Fast 150 Mal haben Gegner des Trianel-Projektes die Bastelanleitung für das Segelschiffchen aus dem Internet heruntergeladen, auf dem die Schlagzeilen „Rettet den Rursee” und „Stoppt Trianel” in blauer und roter Schrift als Protestbekundungen zu lesen sind. Ferner sind fast 70 Vorlagen für den Button heruntergeladen worden. Außerdem haben Leser der Internetseite rund 1200 Mal die Stellungnahme des Rates und der Verwaltung der Stadt Heimbach gegen das Projekt von der BI-Seite „downgeloadet”.

„Wir erfahren auf die vielfältigste Art und Weise Unterstützung”, weiß Pranter weiter zu berichten. Unter anderem beim Thema Autoaufkleber: In wenigen Tagen sind die Protest-Segelschiffchen auch als Autoaufkleber zu bekommen - gesponsert von einem Gegner des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes. In Geschäften rund um den Rursee sollen diese Aufkleber kostenlos verteilt werden - Spenden erbeten.

In den Orten am See sollen in Kürze auch Listen ausgelegt werden, in denen Kraftwerksgegner per Unterschrift ihren Widerstand dokumentieren können.

Haben die Initiatoren der Bürgerinitiative bisher fast ausschließlich über das Medium Internet ihren Unmut und den anderer See-Anrainer artikuliert, so sprechen sie jetzt auch die Menschen an, die sich weniger oder gar nicht im World Wide Web herumtummeln. In Heimbach beispielsweise werden Information auf Papier in die Haushalte transportiert. Auch fragen Unterstützer nach Plakaten, die sie aufhängen möchten.

Nach Angaben der Initiatoren erreichen sie viele Schreiben per E-Mail. Einige veröffentlichen die Vertreter der BI auch auf ihrer Internetseite.

Von politischer Seite erfährt die überparteiliche Bürgerinitiative vermehrt Unterstützung: Haben sich schon bis auf die Grünen alle Ratsfraktionen in Heimbach gegen das Projekt gestellt, so bekundet nun auch die Nideggener FDP-Fraktion ihre Ablehnung. „Und wir werden auch die anderen FDP-Fraktionen in den Kommunalparlamenten und im Kreistag bitten, sich dem Widerstand anzuschließen”, kündigte Heimbachs FDP-Fraktionsvorsitzender Bernhard Droege an.
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