Repair Café: Hilfe für Handy, Toaster, Rad und Bilderrahmen

Von: gkli
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Georg Valtinat (li.) und Bruno Stenz kümmern sich um einen kaputten Toaster aus Kreuzau. Iris Vasic, hauptpädagogische Mitarbeiterin der evangelischen Gemeinde, schaut dabei zu. Foto: Klinkhammer

Düren. Der Toaster von Ursula Schulze aus Kreuzau ist kaputt. Die Besitzerin beschreibt: „Das Gerät ist circa vier Jahre alt und schnappt nicht mehr ein.“ Die Garantie des Toasters ist längst abgelaufen. Und Ursula Schulze möchte auf eine neue Möglichkeit zurückgreifen, die in Düren angeboten wird.

Als die 79-Jährige auf das Angebot des Repair Cafés in der Evangelischen Gemeinde in Düren stieß, zögerte sich nicht lange.

Sie schnappte sich den kaputten Brotbrutzler und brachte ihn zu den dortigen, ehrenamtlich tätigen Helfern. Georg Valtinat, 71 Jahre alt und aus Buir sowie Bruno Stenz, 82 Jahre alt und aus Düren, öffneten das defekte Gerät und testeten es durch.

Der studierte Sozialarbeiter und Maschinenbauingenieur und der Elektromaschinenbauer und Kaufmann fanden schnell erste Makel und überlegten, wie diese behoben werden könnten. „Kaputtes wird heutzutage schnell weggeworfen und dann einfach in neu gekauft, das ist heute eben Trend“, sagt Bruno Stenz mit unüberhörbarem Bedauern in der Stimme.

Iris Vasic, hauptpädagogische Mitarbeiterin im Bereich Seniorenbildung und Projektkoordination Repair Café, freute sich während der ersten Veranstaltung des Cafés über die große Resonanz.

Vasic informierte: „Rund 50 Interessenten aus dem gesamten Kreis Düren brachten defekte Geräte vorbei. Zehn ehrenamtliche Helfer versuchten, diese fachgerecht zu reparieren.“

Zu den defekten Dingen zählten Elektroartikel wie Handy, Toaster und Heckenschere. Ebenso wurden Bilderrahmen, Kinderspielzeug und auch Kleidung sowie Fahrräder zur kostenlosen Reparatur vorgelegt.

Für die Kunden des Repair Cafes gab es während der Wartezeit Kaffee und Kuchen. Über eine Spende freuten sich die Veranstalter. Iris Vasic sagte zum neuen Projekt: „Wir von der Evanglischen Gemeinde möchten mit dieser Einrichtung zum einen dem Trend des Wegwerfens entgegenwirken. Zum zweiten möchten wir aber auch generationenübergreifend arbeiten und die Reparatur-Kultur und das damit verbundene Wissen weitergeben.“

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