Rekordverdächtige Teilnehmerzahl beim Sportabzeichen

Von: Hannes Schmitz
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Zahlreiche Männer,Frauen und Kinder erwarben das Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Bürgermeister Walter Ramm und Walter Adels überreichten die Auszeichnungen. Foto: Hannes Schmitz

Kreuzau. Hundert Jahre ist mittlerweile das Deutsche Sportabzeichen alt. Und in der Gemeinde Kreuzau war die diesjährige Sportabzeichen-Aktion rekordverdächtig.

211 Teilnehmer erfüllten die Bedingungen, um das Sportabzeichen zu erlangen, gab Übungsleiter Walter Adels bekannt, der mit Bürgermeister Walter Ramm die Urkunden und Abzeichen an die erfolgreichen sportlichen Bürger der Gemeinde überreichten.

„Ein verdienter Lohn für oftmals anstrengende und schweißtreibende Aktivitäten“, sagte der Obmann, der darauf hinwies, dass sich die Befürchtungen, die reformierte Aktion würde zu geringerer Teilnehmerzahl führen, nicht bewahrheitet hätten.

Die Kritiker an der Reform, wie der Geschäftsführer des TC Kreuzau, Matthias Voßen, sind nicht verstummt. Durch die Neuregelungen würde das Deutsche Sportabzeichen immer mehr als Leistungssportabzeichen positioniert und bedeute die Abkehr vom bisherigen Prinzip, die Menschen zum Sport zu führen, aus Freude an der Bewegung und mit erreichbaren Zielen.

Die Zahlen sprachen allerdings eine andere Sprache. Noch nie wurden so viele Urkunden verliehen. 45 Sportler aus der Gemeinde Kreuzau erwarben das Sportabzeichen, 29 aus Düren, je drei aus Hürtgenwald, Merzenich und Nideggen und je einer aus Gangelt, Roetgen und Vettweiß. Erfolgreich waren ebenfalls 38 Mitarbeiter der Kreisverwaltung Düren sowie 85 Schüler der Realschule Nideggen.

Rund 1250 Freizeitsportler kamen zu den Übungseinheiten, allein die leichtathletischen Anforderungen wollten zwischen Mai und September 1164 Kandidaten bewältigen. Andere Austragungsorte waren der Radkurs bei Soller (37 Bewerber) oder der Nordic Walking Kurs (21 Teilnehmer). Neu im Leichtathletikprogramm war der Hochsprung. 21 sprangen über die Latte.

Ein erfreuliches Zeichen für die Kontinuität sei, sagte Übungsleiter Walter Adels, dass es immer mehr „Wiederholungstäter“ gäbe. So erhielten in diesem Jahr 16 Freizeitsportler das Deutsche Sportabzeichen mit einer durch fünf teilbaren Zahl.

Zum fünften Mal Bettina Böhr, zum zehnten Mal Bodo König und Franz Rüttgers, Wilfried Scherer (15), Marie Luise Franke und Richard Schall (beide 20 Mal) und zum 25. Mal Ortwin Brusche, Wilfried Darius, Jürgen Steiner, Hans Küpper und Hans Josef Schmitz.

Zum 30 Mal beteiligte sich Walter Stolz, zehnmal mehr Heinz Peter Glasmacher, der neue Sportabzeichenobmann des Kreissportbundes Düren und zum 50. Mal Peter Roeb. Spitzenreiter bleibt Bernd Schröder mit 54 Urkunden. Die älteste Teilnehmerin war Dr. Marie Luise Beyer (Jahrgang 1922), die jüngste Viktoria Marx (acht Jahre).

Der Abend im Sitzungssaal war für Bürgermeister Walter Ramm und Walter Adels ein besonderer. Zum letzten Male überreichte der Hauptgemeindebeamte die Urkunden und Sportabzeichen, da er sein Amt mit der Kommunalwahl aufgibt.

Auch der Übungsleiter kündigte seinen Rückzug an und bat die Teilnehmer mit dabei zu helfen, einen geeigneten Nachfolger zu finden, damit es „beim Sportabzeichen weiter geht wie bisher“.

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