Reiz der „Neuen Mitte“ zieht auch die Sparkasse an

Von: Jörg Abels
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Im Rahmen der Umsetzung des neuen Filialkonzepts baut die Sparkasse Düren in der „Neuen Mitte“ ein Beratungscenter. Foto: Abels
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Vorstandsmitglied Gregor Broschinski spricht von einer siebenstelligen Investition. Foto: Abels

Niederzier. In die „Neue Mitte“ in Niederzier kommt Bewegung. Gut viereinhalb Jahre nach der Eröffnung des Fachmarktzentrums sind Lösungen für die letzten Brachflächen gefunden.

Nachdem sich die Vision einer Seniorenresidenz und danach eines Rehabilitationszentrums für Profisportler in Luft aufgelöst hatten, hat nun die Sparkasse Düren das 1100 Quadratmeter große Grundstück an der Ecke Mühlenstraße/Viktor-Schroeder-Straße erworben, um eines ihrer neuen Beratungscenter zu realisieren. „Wir werden im Juni den Bauantrag stellen und hoffen, dass wir bis Jahresende 2017 eröffnen können“, kündigt Sparkassen-Vorstand Dr. Gregor Broschinski an.

Als sich der Vorstand im vergangenen Jahr über die Filialstruktur der Zukunft Gedanken gemacht und entschieden hat, die Beratung an acht Standorten im Kreis Düren zu intensivieren, war schnell klar, dass am Standort Niederzier aufgrund seiner Bedeutung nicht gerüttelt werden soll. Weil das neue Beratungskonzept aber schon allein aus räumlichen Gründen in der bestehenden Filiale im alten Ortskern nicht umgesetzt werden kann, musste eine Alternative her.

„Und natürlich übt die ‚Neue Mitte‘ schon allein aufgrund ihrer Frequentierung auf einen Finanzdienstleister einen großen Reiz aus“, erklärt Gregor Broschinski. Daher entschied sich das Bankhaus schließlich für einen zweigeschossigen Neubau, der im Obergeschoss noch Platz für gewerbliche Nutzung bietet. „Wir sind mit mehreren Interessenten im Gespräch“, betont das Vorstandsmitglied. Unterschrieben aber sei noch nichts.

Siebenstellige Investition

Die Sparkasse investiert mehr als eine Million Euro in den Neubau in Niederzier, der mit einer modernen und kundenorientierten Optik auch architektonisch Akzente setzen wird, kündigt Broschinski an. „Wir nehmen in Niederzier bewusst Geld in die Hand, um zu zeigen, wofür wir als Sparkasse stehen.“ In dem barrierefreien Beratungscenter sollen ab Ende 2017 zwölf Mitarbeiter die Kunden betreuen. Auch Wertschließfächer sind geplant.

Ob, wie von Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) angeregt, in der alten Filiale im Ortskern für eine Übergangszeit ein Selbstbedienungsangebot mit Geldautomat verbleibt, lässt Broschinski offen. Der Mietvertrag für das Gebäude läuft zwar noch über 2017 hinaus, doppelte Strukturen aber würden auch zusätzliche Kosten verursachen. Eine Entscheidung werde im kommenden Jahr fallen.

Bereits gefallen sind die Würfel für einen weiteren Neubau in der „Neuen Mitte“. Wie aus dem Rathaus bekannt wurde, wird in den kommenden Monaten auch die Lücke zwischen Hartmut-Nimmerrichter-Platz und dem Parkplatz des Fachmarktzentrums geschlossen. Der Neubau wird neben einer Apotheke auch die örtliche Volksbankfiliale beheimaten, die ebenfalls den Ortskern verlassen wird.

„Die Baugenehmigung ist bereits erteilt worden“, berichtet Bürgermeister Hermann Heuser, der sich freut, dass die „Neue Mitte“ nun endlich komplettiert und noch einmal aufgewertet wird. Hinter der Sparkasse wird ein privater Investor zudem noch ein Mehrfamilienhaus mit einem Stapelgeschoss errichten, kündigt der Bürgermeister an.

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