Düren - Reit- und Fahrverein: Rückblick auf 90 Jahre Vereinsgeschichte

Reit- und Fahrverein: Rückblick auf 90 Jahre Vereinsgeschichte

Von: Bruno Elberfeld
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Dr. Roger Haunhorst, Vorsitzender der Deutschritter (r.), und seine Stellvertreterin Susanne Schönfelder (l.) ehrten die anwesenden Jubilare. Foto: bel

Düren. Der bunte Parcours war am Jubiläumstag aufgebaut für das Championat an den nächsten Tagen an der Kuhbrücke. Der Reit- und Fahrverein Deutschritter Düren feierte sein 90-jähriges Bestehen. Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Roger Haunhorst, gab in seiner Rede zum Festakt einen historischen Rückblick auf das Geschehen bei den Dürener Deutschrittern.

Im Jahr 1926, acht Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, wurde der „Zucht-, Reit und Fahrverein“ in Düren gegründet. Haunhorst verwies auf den heute martialisch anmutenden Namen „Deutschritter“. Dieser Name sei aus der Geschichte nach dem verlorenen Krieg zu erklären. Die Privilegien vieler Adliger und Gutsbesitzer seien beschnitten worden. „Deutscher Bauer auf deutsches Pferd!“ habe es damals geheißen. Da entwickelte sich parallel zur Reiterei in den Städten die „Ländliche Reiterei“. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei Deutschtum, so Dr. Haunhorst, und die Sehnsucht nach nationaler Identität verpönt gewesen. Unter dem Begriff „Deutschtum“ seien schließlich viele negative Dinge geschehen.

Wachsende Mitgliederzahl

Ab 1966 änderte sich vieles bei den Deutschrittern. Bis zu diesem Zeitpunkt musste jeder, der in den Verein eintreten wollte, Grundbesitz nachweisen. Das fiel jetzt weg. Die Mitgliederzahl wuchs. Neben den städtischen Reitervereinen etablierten sich die ländlichen. Zurzeit zählt der Verein 300 Mitglieder. Vertreten sind alle Altersgruppen.

Eines der Grundanliegen des Reit- und Fahrvereins Deutschritter ist die Kinder- und Jugendarbeit. „Die Jugend muss sich mit der Historie des Vereins auseinandersetzen“, forderte Haunhorst.

So stiegen denn anlässlich des Festakts zwei junge Frauen, Sabine Fuchs und Saskia Breuer, in den „Festtagsparcours“ im Zelt und ließen einzelne Stationen in Wort und Bild aufblitzen. Sie erinnerten daran, dass der Reitplatz an der Kuhbrücke in den 50er Jahren erste Reiterfolge von Größen wie Hans-Günter Winkler, Fritz Thiedemann, Alwin Schockemöhle und anderen erlebte. Es wurden Landesturniere durchgeführt, Fuchsjagden mutierten zu Herbstausritten. Die aktuelle räumliche Situation an der Kuhbrücke hatten die Frauen in einem Video zusammengefasst.

Einer der Höhepunkte des Festes waren die Ehrungen von Jubilaren, die das Alter von 70 Jahren überschritten hatten oder ein halbes Jahrhundert und länger Mitglieder des Vereins sind.

Dazu zählen: Hendrikje Bossant-van-der-Vlugt, Dr. Leo Degen, Helmut Hoch, Heidi Ulrich, Arnold Pütz, Hans Josef Schavier, Hans Porschen, Paul Kurth, Christian Becker, Gerd Schwecht, Bertel Kreuder, Hubertus Destrée, Wilbrand Hackmann, Georg Prümmer.

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