Regentristesse: Nüchterne Bilanz des Gürzenicher Badesees

Von: Jörg Abels
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Den Schirm wird Badeseeleiter Klaus Schüller bei seinen Kontrollgängen auch in den kommenden Tagen benötigen. Foto: Abels

Düren. Der neue Wasserpark mit Rutschen und Trampolinen liegt verweist im Wasser, die Tretboote verharren auf ihrer „Parkposition“ mitten im See, die erst vor kurzem in Betrieb genommene Wasserski-Anlage steht still: Regentristesse am Gürzenicher Badesee.

Am 600 Meter langen Sandstrand, liebevoll von vielen auch „Dürens Adria“ genannt, an dem sich an heißen Sommertagen schon einmal bis zu 10.000 Sonnenanbeter und Schwimmer tummeln, herrscht gähnende Leere. Eine einzige Schwimmerin trotzt dem Dauerregen und zieht ihre Bahnen. Immerhin noch 21,5 Grad hat Badeseeleiter Klaus Schüller am Morgen gemessen. Damit ist das Wasser des Sees an diesem Dienstag deutlich wärmer als die Luft.

Die Saison könnte besser laufen. Das will Schüller gar nicht verhehlen. Seit der Eröffnung am 20. Mai sind gerade einmal 15.000 Gäste an den See gekommen. Abhaken will Schüller die Saison aber trotzdem noch nicht. „Im vergangenen Jahr wurde es auch erst Ende Juli/Anfang August so richtig heiß, und am Ende hatten wir noch rund 80.000 Besucher“, erinnert sich Schüller. „Nur der bisherige Drei-Tage-Sommer liegt den Dürenern einfach nicht.“ Drei-Tage-Sommer? „Die meisten brauchen schon zwei bis drei Sonnentage, um sich zu entscheiden, an den See zu fahren“, weiß Schüller aus seiner langjährigen Erfahrung.

Das Problem: Ein stabiles Hoch hat sich im Sommer 2014 bislang nicht gebildet. Über Pfingsten war es mal heiß. „Das Gewitter am Montag hat uns dann aber einen Strich durch die Rechnung gemacht“, blickt Schüller zurück. Leidtragende des unbeständigen Wetters sind vor allem die vielen Dauerkartenbesitzer, die in der Hoffnung auf einen guten Sommer gleich zu Beginn der Saison ihr Ticket gelöst haben. Ihre Zahl bewegt sich auf dem Niveau der Vorjahre.

Zeit, Trübsal zu blasen, haben er und sein Team aber dennoch nicht: „Es gibt immer was zu tun“, verweist der Badeseeleiter auf kleinere Reparaturarbeiten vor allem an der Badeseebrücke. Auch die Pflege des großen Areals steht immer wieder auf dem Tagesplan. „Schließlich will jeder Besucher einen gepflegten Strand vorfinden“, betont Schüller. Wer wissen will, ob der Badesee geöffnet hat, braucht nur die Schönwetter-Hotline anzurufen: Telefon 02421/63911.

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