Rebecca Gulba hat Schicksal der Tsunamiopfer nie aus den Augen verloren

Von: Jörg Abels
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Mit dem Verkauf der letzten T-
Mit dem Verkauf der letzten T-Shirts und einer Tombola will die 16-jährige Rebecca Gulba die Spendenmarke von 5000 Euro erreichen. Foto: ja

Düren. Seit dem verheerenden Erdbeben in Japan und dem anschließenden Tsunami, der weite Teile des Landes verwüstete, sind neun Monate vergangen. Längst sind die Bilder der zerstörten Städte aus der medialen Öffentlichkeit verschwunden.

Selbst Nachrichten über die Katastrophe in den Atomkraftwerken von Fukushima sind selten geworden, finden allenfalls noch in den obligatorischen Jahresrückblicken Beachtung.

Die 16-jährige Rebecca Gulba freilich hat das Schicksal der Menschen in Japan nie aus den Augen verloren. Hinter der Schülerin liegen bewegte und auch anstrengende Monate. Seit sie im Juli ihre eigene Hilfsaktion „Sunrise - Hope for Japan” gestartet hat, war die junge Dürenerin, die seit vielen Jahren großer Japanfan ist und Mangas, japanische Comics, zeichnet, viel unterwegs.

Auf Märkten und Manga-Messen bis hin nach Kassel sammelte sie Spenden und verkaufte mit Unterstützung der Familie von ihr eigens für die Hilfsaktion entworfene T-Shirts, die eine nackte Japanerin zeigen, die nur noch von der Landesflagge gewärmt wird. Rund 4000 Euro sind so bislang zusammengekommen.

Geld, das mit Unterstützung der Leipziger Hilfsaktion „Meissen Arita” Kindergärten in Kesennuma zugute kommen soll. Die japanische Kleinstadt gehörte zu den vom Tsunami an meisten zerstörten und hatte allein rund 4000 Tote zu beklagen. „Die meisten Kinder dort haben mindestens ein Elternteil verloren”, berichtet Rebecca Gulba. Und die Aufräumarbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen. Ein erster Kindergarten habe gerade erst wieder geöffnet, weiß sie von Bekannten. Not und Elend aber sind immer noch groß.

Aus diesem Grund bittet die Schülerin noch einmal um Unterstützung. Zum Abschluss ihrer Spendenaktion findet im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags am vierten Advent im Stadtcenter von 13 bis 18 Uhr eine große Tombola statt.

Unzählige Preise hat die Familie zusammengetragen, so dass fast jedes zweite Los gewinnen wird, vom Einkaufsgutschein im Stadtcenter bis zum Buch oder der CD. „Wir unterstützen die Aktion sehr gerne”, betont ein von Engagement der Schülerin beeindruckter Centermanager Daniel Böttke, „zeigt sie doch, wie viel man erreichen kann, wenn man sich ein Ziel setzt und viel Herzblut investiert.”

Und Herzblut, aber auch Zeit hat Rebecca Gulba reichlich investiert. Selbst von einem verregneten Tag auf einem kleinen Markt, bei dem am Ende ein einziger Euro in der Spendendose klimperte, ließ sie sich nicht entmutigen, sondern suchte immer wieder das Gespräch mit Passanten.

Bevor sie den Erlös ihrer privaten Spendenaktion Mitte Januar im Beisein des japanischen Vizekonsuls in Deutschland übergeben wird, hat die engagierte junge Frau noch ein großes Ziel: Sie will unbedingt noch die Marke von 5000 Euro überspringen und hofft, dass die Tombola am Sonntag ein großer Erfolg wird.

Wer das Projekt zusätzlich unterstützen möchte, kann eine Spende mit dem Verwendungszweck „Sunrise” auf das Konto 800 639 701 bei der Deutschen Bank in Düren (BLZ: 395 700 61) einzahlen.
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