Düren - Realschule Nord könnte eine Bildungseinrichtung bleiben

Realschule Nord könnte eine Bildungseinrichtung bleiben

Von: Stephan Johnen
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Die Realschule Nord läuft aus. Es gibt Pläne, dort junge Menschen aus dem Ausland auf ein Studium vorzubereiten. Foto: Stephan Johnen

Düren. Mit dem Auslaufen der Realschule Nord im Sommer sollte das Gebäude geschlossen und verkauft werden. So sahen zunächst die Planungen der Stadt Düren aus. Nun zeichnet sich ab, dass das zuletzt für mehrere Millionen Euro energetisch sanierte Schulgebäude weiter genutzt werden könnte.

„Das Freshman-Institute hat Interesse an den Räumen angemeldet“, sagte Helmut Harperscheidt, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt Düren, auf Anfrage unserer Zeitung. Junge Menschen aus dem Ausland sollen dort auf ein Fachhochschulstudium vorbereitet werden. Sie erhalten beispielsweise Deutschunterricht oder absolvieren fachspezifische Vorbereitungskurse. Die angehenden Studenten kommen aus China, Russland und afrikanischen Staaten, führte Harperscheidt aus.

Das Institut der Fachhochschule Aachen, das derzeit in Geilenkirchen und Linnich Standorte hat, habe angesichts eines auslaufenden Mietvertrags in der ehemaligen Polizeischule Linnich den Blick in Richtung Düren gerichtet, erklärte Harperscheidt. Anfangs würden acht Klassenräume plus Infrastruktur für etwa 90 Studenten benötigt. „Sollte sich das Modell etablieren, könnten es 200 bis 300 Menschen sein, die sich in Düren auf ein Studium vorbereiten“, sagte Harperscheidt. Damit sei die ehemalige Realschule ausgelastet.

Wohnungen für Studenten

Das Konzept sieht aber nicht nur einen von der Stadt Düren angemieteten Weiterbildungsstandort in der ehemaligen Schule vor. Ein Investor plane, in Bahnhofsnähe Wohnungen für Studenten errichten, sagt Harperscheidt. Im Herbst könne – wenn sich alle Beteiligten einig werden – Baubeginn sein.

„Das ganze Bahnhofsareal soll städtebaulich entwickelt werden. Bei diesem konkreten Fall ist das Gelände der alten Bahnhofsmeisterei im Fokus“, führt der Amtsleiter aus. Aufgrund ihrer Nähe zu Aachen und Köln habe die Stadt Düren gute Chancen, sich als Wohnort für Studenten zu etablieren, bilanziert Harperscheidt. Die Verkehrsanbindung sei ideal – und die Mieten liegen deutlich unter denen in den großen Universitätsstädten.

Die Pläne für ein Weiterbildungszentrum und Studentenwohnungen seien „auch politisch vorstellbar“. Auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte Peill & Putzler könne ein vergleichbares Angebot für Handwerker entstehen, erklärte Helmut Harperscheidt. Es sei denkbar, dort Vorbereitungskurse für angehende Meister anzubieten.

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