Realschule Kreuzau schließt: Ein Ort zum Lernen mit vielen Stärken

Von: Bruno Elberfeld
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Ein Bild, das es so nach mehr als einem halben Jahrhundert nicht mehr geben wird: Absolventen der Kreuzauer Realschule erhalten ihre Erzeugnisse. Foto: Bruno Elberfeld

Kreuzau. Rektorin Sigrid Nather, die letzte Schulleiterin der Realschule Kreuzau, musste in ihrer Rede in der Festhalle Kreuzau gleich zwei Ereignisse, nämlich ein trauriges und ein erfreuliches, thematisieren: Nach 51 Jahren schließt die Realschule Kreuzau. Und die Schüler des letzten Jahrgangs, also die Schüler der Klassen 10 a, 10 b und 10 c, verließen mit ihren Abschlusszeugnissen die Schule.

Nather erinnerte an die Stärken der Realschule Kreuzau: Sie war eine der ersten mit bilingualen Klassen; außerdem wurden die Fächer Technik und Hauswirtschaft unterrichtet. Nather und die drei Klassenlehrerinnen überreichten den letzten Schülern, zwei Hauptschulabgänger, 30 Absolventen mit „Fachoberschulreife“ und 39 mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe, ihre Zeugnisse.

Direkt an die Eltern gewandt, sagte die Rektorin: „Wir haben versprochen, Ihre Sorgen ernst zu nehmen und Ihre Kinder zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Wir haben unser Versprechen gehalten und können heute mit Ihnen feiern.“

„Reife haben viele von euch auf den unterschiedlichsten Etappen ihres Weges erworben und gezeigt“, wandte sich Sigrid Nather an die Absolventen. Da sei es, fuhr die Schulleiterin fort, nicht nur um Wissen, sondern um Fleiß, Anstrengungsbereitschaft, Konzentrationsvermögen und Ehrlichkeit gegangen. Genau in diese Kerbe schlug auch Bürgermeister Ingo Eßer (CDU) in seiner Rede. „Sie haben nun einen neuen Lebensabschnitt vor sich“, sagte Eßer zu den Jugendlichen. „Hinter ihnen liegt eine Phase, in der es nicht nur um handfestes Wissen ging, sondern um soziales Lernen und eine Vielzahl von Kompetenzen, die unser Land braucht.“ Eßer ermunterte die Jugendlichen, neugierig und offen für alles zu sein.

Rückblick auf sechsjährige Schulzeit

Schulpflegschaftsvorsitzender Manfred Kilian beglückwünschte die Schulabgänger zu ihren Leistungen, fügte jedoch hinzu: „Wichtiger als alle Schul- und Berufsabschlüsse ist, dass ihr glückliche und zufriedene Menschen werdet.“

Schüler und Lehrer hatten ein Bühnenprogramm gestrickt, das keine spektakulären Außenwirkungen haben wollte. Die drei Klassen blickten in ihren Beiträgen auf ihre sechsjährige Schulzeit zurück und feierten sich selbst. Die Klasse 10 a projizierte Fotos aus ihrer Kindheit auf eine Leinwand. Lehrer mussten die Kinder erkennen. Die 10 b machte einen fotografischen Rückblick von ihren Unternehmungen vom 5. bis zum 10. Schuljahr. Die Klasse 10 c sang „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani. Daniela Lennartz brachte „Back to Black“ von Amy Winehouse zu Gehör. Ihr Beitrag und auch das Klavierspiel von Markus Scherm mit „River Flows in You“ zu Beginn der Veranstaltung bekam jede Menge Beifall.

Die wohl bewegendsten Momente der Feier waren dem Schluss vorbehalten: die Zeugnisausgabe der Klassenlehrerinnen und der Schulleiterin, einfühlsam-persönliche Worte, hier und da ein paar Tränen. Diese letzten Szenen ließen etwas von den engen Bindungen zwischen Lehrern und Schülern in den vergangenen sechs Jahren ahnen. Mit dem Lied „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen ließen die jungen Männer und Frauen singend und tanzend ihrer Freude und vielleicht auch der Wehmut freien Lauf.

Durch das Programm führten Aylin Schmitz und Laura Lottko aus der Klasse 10 c.

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