Düren - RBV: Vorbereitungen für das Jubiläum laufen

RBV: Vorbereitungen für das Jubiläum laufen

Von: Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:
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Herzstück der Einrichtungen des Rheinischen Blindenfürsorgevereins 1886: Das Anna-Schoeller-Haus an der Roonstraße. Foto: Schröder

Düren. Eine Institution, die weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist, bereitet ihr Jubiläum vor. Der Rheinische Blindenfürsorgeverein 1886 Düren (RBV) wird im nächsten Jahr 125 Jahre alt.

Das Jubiläum wird am 16. Juli 2011 in Verbindung mit dem alljährlichen Sommerfest gefeiert. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Vorgesehen ist auch die Herausgabe eines Buches, das sich mit der Geschichte und den Aufgaben des Rheinischen Blindenfürsorgevereins befasst.

Der RBV ist kein Verein im üblichen Sinne. Er ist nicht im Vereinsregister eingetragen. Seine Rechtsfähigkeit beruht auf der Verleihung durch Kaiserliche Kabinettsorder vom 12. November 1894. Die Satzung umschreibt die Aufgaben: vorwiegend blinde und sehbehinderte oder von Blindheit und wesentlicher Sehbehinderung bedrohte Menschen zu unterstützen. Die Satzung bestimmt auch, dass der Vorsitzende des RBV der jeweils amtierende Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland ist.

Wenn in Düren und Umgebung über Blinde gesprochen wird fällt vielfach das Wort „Blindenanstalt”. Dieser Begriff ist nur teilweise richtig, denn über die Einrichtungen des RBV hinaus beherbergt die Stadt Düren als Zentrum der Blindenhilfe im Rheinland weitere Einrichtungen. So die Louis-Braille-Schule des Landschaftsverbandes an der Meckerstraße und das Berufsförderungswerk Düren als Zentrum der beruflichen Rehabilitation für Blinde und Sehbehinderte am Burgauer Wald. Das Berufsförderungswerk hat allerdings im RBV seine Wurzeln.

Der RBV ist mit 50 Prozent an der Berufsförderungswerk Düren gGmbH beteiligt. Geschäftsführer für den RBV wie für das BFW ist Dr. Hans-Joachim Zeißig.

Die Geschichte der Blindenhilfe in Düren ist eng mit dem Namen Schoeller verbunden. Die Industriellen aus der Schoeller-Familie (Anker-Teppichfabrik) gelten bis heute als Förderer der Hilfe für Blinden. Da verwundert es nicht, dass das die Blinden- und Senioreneinrichtung auf dem Bismarckberg den Namen „Anna- Schoeller-Haus” trägt und früher als Annaheim in Düren bekannt war. Dort wohnen 71 Seniorinnen und Senioren.

Gleich nebenan an der Roonstraße liegt das Rheinische Blindenheim mit 47 Bewohnern. Auf dem Gelände der Louis-Braille- Schule an der Meckerstraße wird das Internat für mehrfach behinderte Kinder mit 24 Plätzen unterhalten und an der Eberhard- Hoesch-Straße befindet sich die Wohn- und Förderstätte für mehrfach behinderte Blinde, in der 64 Personen in kleinen Wohngruppen gefördert werden. Als nächstes Projekt steht das Betreute Wohnen an. Hierfür wurde bereits ein Haus in der August-Klotz-Straße gefunden.

Seine Geschichte und die vielfältigen Aufgaben will der RBV zum Jubiläum in einem Buch zusammenfassen. Deshalb werden alte Fotos, Aufzeichnungen aller Art, Briefe oder ähnliches mit Bezug zum RBV und seinen Einrichtungen gesucht. Wer hier helfen kann möge sich an Franz Weingartz, Pochmühlenweg 77 in 52379 Langerwehe, 024237854 (franzweingartz@web.de) wenden.
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