Düren - Raum der Trauer im Dürener Krankenhaus

Raum der Trauer im Dürener Krankenhaus

Von: sps
Letzte Aktualisierung:
Abschiedsraum
Der Lebensbaum als Zeichen der Hoffnung: Krankenhausseelsorger Lars Goebel (links) und Toni Straeten (Zweiter von rechts) stellten den neuen Abschiedsraum im Krankenhaus Düren vor.

Düren. Der Tod gehört zum Leben. Und auch trotz allem medizinischem Fortschritt, ärztlicher Kunst und aufopfernder Pflege auch zum Alltag im Krankenhaus. Um den Abschied von den Verstorbenen den Angehörigen würdig zu gestalten, hat das Krankenhaus Düren jetzt einen Abschiedsraum im Untergeschoss der Klinik eingerichtet.

„Den hohen Standard der medizinischen Versorgung wollen wir auch auf die Sterbe- und Trauerbegleitung übertragen”, sagt Krankenhauspfarrer Toni Straeten. Mit seinem Kollegen Lars Goebel steht der katholische Priester gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Irene Weyer den Hinterbliebenen zur Trauerbewältigung zur Verfügung.

Für Krankenhaus-Geschäftsführer Uwe Stelling gehört ein geeigneter Raum zum Abschied von den Verstorbenen einfach dazu. „Die Trauer und das Leben danach verlangen einfach nach einem geeigneten Raum.”

Der schlichte Raum im Untergeschoss des Krankenhauses wurde von den Mitarbeitern der Klinik innerhalb zweier Monate geschaffen. Blickfang ist der Lebensbaum an der Kopfseite des Raumes. Neben diesem Baum der Erkenntnis spendet eine griechische Ikone Trost. Die Osterkerze als Zeichen der Auferstehung weist genauso auf das Leben nach dem Tod hin wie ein weiteres Bild, das ein ehemaliger Patient gestfiftet hat.

Dass dieser schlichte Abschiedsraum eine Notwendigkeit ist machte Toni Straeten am Rande der Einsegnung deutlich: So war fünffache Mutter im Krankenhaus gestorben. Ihre fünf Kinder nahmen Abschied. Mit ihrer Lieblingsmusik und persönlichen Worten. Fünf Stunden lang.
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