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Rauchverbot tut Karnevalsstimmung keinen Abbruch

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Ein Bild aus vergangenen Tagen, denn in diesem Jahr blieben die Kippen im Festzelt erstmals aus: In Vettweiß hat das der Stimmung keinen Abbruch getragen, in Nörvenich spricht die KG von mehr Rennerei.

Vettweiß/Nörvenich. „Aus Sicht des Nichtraucherschutzes sind die bisherigen Sitzungen für die Damen und die Herren zufriedenstellend verlaufen“, hält Albert Müller, Leiter des Vettweißer Ordnungsamtes, fest. Ein paar Menschen, die die neue Gesetzgebung kritisieren, habe es natürlich gegeben, trotzdem hätten sich die Feiernden an das Rauchverbot gehalten.

Diesen Eindruck bestätigt auch Hans-Peter Berendes, Literat und stellvertretender Vorsitzender der KG „Verdötschte Glabige“: „Wir waren angenehm überrascht. Es ist gut gelaufen.“ Der Stimmung der Herrensitzung hätte der Nichtraucherschutz keinen Abbruch getan. „Es hat kein großes Gerenne gegeben. Die Raucher haben den Gang zur Toilette mit einer Zigarette verbunden. Die befürchtete Unruhe ist also ausgeblieben“, sagt Berendes.

Der Karnevalist weiß aus Erfahrung aber auch, dass noch nicht alle Menschen die neue Gesetzgebung verinnerlicht haben. „Wir sind gefragt worden, ob wir eine Sondergenehmigung haben“, erklärt Berendes. Aber die gibt es nicht. Stattdessen haben sowohl die Gladbacher als auch die Vettweißer einen Unterstand für die Raucher geschaffen, in der im Trockenen Zigaretten geraucht werden können. Die Security-Kräfte sind sowohl in Vettweiß als auch in Gladbach beauftragt worden, Raucher, die sich trotz des Verbotes eine Zigarette anzünden wollten, höflich darauf aufmerksam zu machen, dass dies nicht erlaubt sei. Viel zu tun hatten sie in dieser Hinsicht nach Angaben der Veranstalter aber nicht.

Auch Guido Oleff und Jürgen Ruskowski von der KG Vettweiß sind zufrieden mit dem Verlauf. „Der Stimmung hat das keinen Abbruch getan“, sagt Guido Oleff. Und Jürgen Ruskowski betont: „Auch bei der Herrensitzung war die Stimmung richtig gut, unruhig ist es wegen des Rauchverbotes nicht geworden.“

Etwas kritischer schätzt Michael Kügeler, der Vorsitzende der „Fidele Jonge“ Nörvenich, die eine im Vergleich zu Vettweiß und Gladbach kleinere Herrensitzung veranstaltet, das Verbot ein. „Die Rennerei ist in diesem Jahr durchaus auffälliger gewesen als bei früheren Veranstaltungen. Das ist schon ein wenig störend“, sagt Kügeler. Zufrieden ist er jedoch damit, dass die Jecken das Rauchverbot angenommen und sich auch daran gehalten hätten. „Das alles muss sich wohl erst noch ein wenig einspielen – und das wird es auch sicherlich.“

Die Herrensitzung in Nörvenich war in diesem Jahr weniger gut besucht als in den Vorjahren. „Sicher liegt das zu einem kleinen Prozentanteil auch an dem Rauchverbot“, vermutet Kügeler. Exakt analysieren lasse sich das gleichwohl nicht. In Nörvenich hätten dazu sicherlich mehrere Faktoren – unter anderem die großen Veranstaltungen, die zeitgleich stattfanden – geführt.

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