Raubversuch in der Rurtalbahn: Vernehmung mit Hindernissen

Von: hp
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Ihre Aussage, bitte: Auf die Schilderungen von drei der vier geladenen Zeugen wartete das Gericht vergeblich. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpa

Düren. Eigentlich hätten bei der Fortsetzung eines Prozesses vor dem Dürener Schöffengericht vier weitere Zeugen für Klarheit sorgen sollen. Schließlich geht es um die Frage, was am 8. Mai 2016 gegen 22 Uhr in der Rurtalbahn geschah, die von Jülich nach Düren fuhr.

Die Staatsanwaltschaft hat einen 34 Jahre alten Mann aus Niederzier wegen versuchten Raubes und Körperverletzung angeklagt. In Höhe der Haltestelle „Im großen Tal“ soll der Mann versucht haben, einer 23-Jährigen aus Essen deren Smartphone zu entreißen. Der Angeklagte, der am ersten Prozesstag von einigen „Filmrissen“ bei sich sprach, soll unmittelbar nach der Tat erklärt haben, er habe die junge Frau „angrabschen“ wollen.

Die Aussagen von vier Zeugen am ersten Prozesstag ließen für eine fundierte juristische Bewertung noch einige Fragen offen, so dass zur Prozess-Fortsetzung am Mittwoch vier weitere Zeugen geladen waren. Unter dem Strich kam es allerdings nur zu einer einzigen Zeugenaussage.

Ein 22-jähriger Auszubildender aus Düren erzählte, dass er ebenfalls als Fahrgast in der gut besetzten Bahn unterwegs war. Plötzlich habe die junge Frau um Hilfe geschrien und gerufen, dass der Angeklagte ihr das Handy abnehmen wollte. Der junge Mann und ein weiterer Zeuge nahmen daraufhin die Verfolgung auf und stellten den offenbar gestolperten und hingefallenen Tatverdächtigen. Sie brachten ihn zurück in die Bahn und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Ein weiterer Zeuge, der 39-jährige Bruder des Angeklagten, machte von seinem Recht gebrauch, in dem Verfahren gegen einen nahen Angehörigen zu Schweigen.

Ein weiterer Zeuge war wegen Urlaubs entschuldigt und ein Vierter fehlte ohne Angabe von Gründen. Gegen den Letztgenannten wurde „ein Ordnungsgeld in Höhe von 300 Euro, ersatzweise sechs Tage Haft“ verhängt. Die Beteiligten verständigten sich auf Mittwoch, 26. Juli, 12 Uhr, zum Fortsetzungstermin.

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