Rathaus: Fünf Etagen sind nahezu komplett saniert

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
9815412.jpg
Im alten Foyer ist die Sanierung weitgehend abgeschlossen. Nur die ausgelagerte Deckenverglasung muss noch installiert werden. Foto: Jörg Abels
9815081.jpg
Projektleiter und Gebäudemanager Helmut Harperscheidt zeigt eines der nahezu bezugsfertigen Büros, in denen nur noch die Möbel fehlen. Foto: Jörg Abels
9815085.jpg
Das neue Foyer im künftigen Eingangsbereich am Rathausvorplatz ist noch eine einzige Baustelle. Foto: Jörg Abels

Düren. Die neue Eingangstür ist noch nicht eingebaut. Noch gibt eine Holztüre den Weg vom Kaiserplatz aus frei ins künftige Foyer des Rathauses. Überall wird noch gewerkelt. 70 bis 80 Handwerker sind täglich auf der Großbaustelle zu Gange. Vor allem im neuen Foyer sieht es noch recht wüst aus.

„Hier sind wir erst zu etwa 50 Prozent fertig“, erklärt der städtische Gebäudemanager Helmut Harperscheidt, der das „Jahrhundertprojekt Rathaussanierung“ leitet.

Die gemauerten „Pinkelecken“ am früheren Mitarbeitereingang freilich sind verschwunden. Sie wurden beseitigt. Die Nischen wurden ins Gebäude integriert und zu Schaufenstern umfunktioniert, in denen sich in Zukunft Vereine und Verbände vorstellen können, in denen die Rathausbesucher aber auch bereits über elektronische Tafeln erste Informationen erhalten sollen.

Der neue Empfangstresen, die zentrale Anlaufstelle für alle Bürger im neuen Foyer des sanierten Rathauses, soll in der zweiten Maiwoche angeliefert werden, erklärt Harperscheidt. Der dunkle Gussasphalt-Boden ist bereits verlegt und abgedeckt, große Teile der hellen Decke sind ebenfalls fertig und lassen das künftige Foyer schon jetzt – trotz der überall noch umherstehenden Bauutensilien – optisch größer erscheinen.

Problem: Versorgungsschacht

Im hinteren Bereich aber fällt der Blick unweigerlich auf Harperscheidts‘ großes Sorgenkind, den immer noch nicht verschlossenen Hauptversorgungsschacht, der sich vom Keller bis in das achte Stockwerk des Rathauses erstreckt. Seit Wochen geht‘s dort nicht weiter. Immer noch wird die Großbaustelle über dicke Kabel mit Baustrom versorgt.

Der Grund sind massive Pro-bleme der Bauverwaltung mit einer Handwerksfirma, die für Bereiche der Versorgungstechnik zuständig ist, die für den Betrieb des Rathauses von grundlegender Bedeutung sind. Die Probleme haben bereits dazu geführt, dass der für den 1. April angekündigte Beginn des Wiedereinzugs verschoben werden musste. Und noch ist eine Lösung nicht in Sicht.

Rund um den Schacht können die Arbeiten an den Decken und am Feuerschutz nicht abgeschlossen werden, viel schlimmer aber: Mit dem Kamineffekt gelangen immer wieder Dreck und Staub in die zum Teil bereits so gut wie komplett sanierten oberen Etagen des Rathauses. „Von der achten bis zur vierten Etage sind rund 95 Prozent der Arbeiten erledigt“, betont Harperscheidt. Sogar der anthrazitfarbene Teppich, der – wie könnte es anders sein – vom Dürener Traditionsunternehmen Anker geliefert wurde, ist bereits verlegt. Ein Blick in die oberen Etagen zeigt, dass Harperscheidt nicht zu viel verspricht, wenn er betont, dass die rund 220 Mitarbeiter, die künftig im Rathaus arbeiten, helle und zeitgemäße Büros mit moderner Technik erhalten werden.

Die Arbeiten an der dritten Etage sind zu etwa 80 Prozent abgeschlossen, die auf der ersten und zweiten Etage zu etwa 60 Prozent. Vor allem in den Räumen des Bürgermeisters und im Sitzungssaal aber muss noch Hand angelegt werden, während im alten Foyer praktisch nur noch die Glasdecke installiert werden muss.

Alles aber kein Problem, betont der Projektleiter, der den meisten Handwerkern für ihre Flexibilität in den vergangenen Monaten sehr dankbar ist. „Viele mussten immer wieder zwischen den Etagen springen, um Lücken zu schließen.“ Der Innenausbau bereitet Harperscheidt die geringsten Sorgen. Die neue Heizung läuft seit Wochen, auch die Aufzüge wurden bereits eingebaut. Die ersten Möbel sollen Anfang Mai angeliefert werden. In der kommenden Woche sollen auch der Rest des Gerüstes und der Außenaufzug abgebaut werden.

Wann die ersten Mitarbeiter jedoch ins Rathaus zurückkehren werden, ist weiterhin offen. Der Zeitplan hängt vor allem davon ab, ob und vor allem wann die Probleme mit der Versorgungstechnik gelöst werden können. Derzeit geht Harperscheidt davon aus, dass es spätestens bis zu den Sommerferien losgeht. Schließlich sorgt jede weitere Verzögerung für zusätzliche Kosten.

Allein die Miete für die Ausweichbüros beläuft sich auf rund 40.000 Euro im Monat. Der Zeitplan ist sportlich. Das gibt der Gebäudemanager zu. In den kommenden Tagen wird sich entscheiden, ob er eingehalten werden kann. Nur wenn die komplette Versorgungstechnik läuft, kann ein für Mitte Mai anberaumter Sachverständigentermin zur Bauabnahme stattfinden.

Als erste werden Harperscheidt und seine Kollegen vom Gebäudemanagement ihre neuen Räume auf der 3. Etage beziehen. Nicht ohne Grund: „So können wir die letzten Arbeiten am besten überwachen.“ Stand heute soll die Bevölkerung Ende August das sanierte Rathaus in Augenschein nehmen dürfen. Die Verwaltung plant einen Tag der offenen Tür.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert