Rat votiert für Sekundarschule mit Kreuzau

Von: Franz Sistemich
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Nideggen. Der Rat der Stadt Nideggen hat Dienstagabend die Errichtung einer Sekundarschule mit zumindest zwei Standorten in Kreuzau und Nideggen zum Schuljahr 2012/2013 beschlossen.

Das Abitur soll am Kreuzauer Gymnasium und an den Berufskollegs des Kreises Düren über Kooperationsvereinbarungen sichergestellt werden. Zum Ende des Schuljahres 2016/2017 werden die Adolf-Kolping-Schule und die Realschule Nideggen aufgelöst.

Außerdem beschloss der Rat, die Verwaltung zu beauftragen, parallel Gespräche mit anderen Nachbarkommunen mit Blick auf einen möglichen Beitritt zum Schulverbund Sekundarschule zu führen, ohne das Schüler zwischen den dann möglicherweise mehr als zwei Standorten hin- und hergefahren werden müssen. Außerdem sollen die Eltern ausführlich informiert werden.

Überfüllter Saal

Für diesen Beschluss, den Norbert Klöcker, der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen, in einer ausführlichen Form eingebracht hatte, stimmten neben den Unabhängigen die CDU, die FDP, die Grünen, drei der fünf SPD-Ratsmitglieder und Bürgermeisterin Margit Göckemeyer. Die vier Nein-Stimmen kamen von den Menschen für Nideggen und Jochen Erler (SPD). Sein Fraktionskollege Eduard Müllejans enthielt sich.

Vor Diskussion und Abstimmung über die Sekundarschule hatten sich noch etliche Eltern und Schüler der Realschule in der überfüllten Bürgerbegegnungsstätte während der Einwohnerfragestunde emotional und negativ zur Einführung der neuen Schulform zum kommenden Schuljahr geäußert. Den Vorwurf, angesichts des großen Andrangs nicht wie zur Ausschusssitzung in die Stadthalle ausgewichen zu sein, wies Margit Göckemeyer zurück: „Vier Vereine haben auf ihre Sportstunden verzichten müssen. Das war kein zweites Mal zu verantworten.”

Einzige Chance

Die Fraktionsvorsitzenden der Unabhängigen, von CDU, FDP, Grünen und SPD betonten, sie verstünden die Sorgen der Eltern, doch nur mit der Sekundarschule könne angesichts der demographischen Entwicklung der Schulstandort Nideggen gesichert und das hohe Niveau gesichert werden. Die Entscheidung, zum kommenden Schuljahr die Sekundarschule einzuführen, biete die große Chance, die Zukunft der neuen Schule selbst mitzugestalten.

Mit dem Beschluss reichten die Nideggener zu einem möglichen Beitritt auch Hürtgenwald die Hand, das sich zuvor Richtung Gemeinde Simmerath positioniert hatte.
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